| Die Neutralität dieses Artikels oder Abschnitts ist umstritten. Eine Begründung steht auf der Diskussionsseite. |
Die Simatic-Baureihe ist eine elektronische speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) der Firma Siemens. Die Steuerungsfunktionen werden als Programm im Speicher einer CPU-Baugruppe gespeichert. Programmiert wird die Simatic mittels der Programmiersoftware STEP 5/STEP 7 und Software von Fremdherstellern. Das Automatisierungssystem ist modular und kann neben der CPU mit unterschiedlichen digitalen und analogen Peripheriebaugruppen sowie vorverarbeitenden, intelligenten Baugruppen bestückt werden. Die Baugruppen können zentral (in der Nähe der CPU) oder dezentral vor Ort in der Anlage aufgebaut sein. Vom kleinen Kompaktgerät bis zur Hochleistungs-SPS gibt es SIMATIC-Steuerungen für fast jeden Einsatzbereich in der industriellen Steuerungs- und Regelungstechnik. Allen Simatic-S7-Steuerungen gemeinsam ist ihre Robustheit gegenüber elektromagnetischen Störungen (entsprechend den Anforderungen des EMV-Gesetzes) und klimatischer Beanspruchung (z. B. von 0 bis +60°C Umgebungstemperatur im Betrieb) sowie die hohe Geschwindigkeit und die Ausbaufähigkeit (siehe Daten unten). Inzwischen übernehmen die Simatic-Module auch Funktionen, für die bisher völlig andere Technologien eingesetzt werden mussten. Dadurch wurden komplexe Steuerungen zusammengefasst, damit konnten sowohl Platz als auch Kosten eingespart werden. Die Simatic-Steuerungen und deren Programmiersoftware STEP 5 und STEP 7 sind in Deutschland die am weitesten verbreitete ihrer Art.
Inhaltsverzeichnis |
In den Anfängen der programmierbaren Steuerung gab es die Simatic in der Version G mit Germanium-Einzelhalbleiter. Sie kam am 2. April 1958 als verbindungsprogrammierte Steuerung (VPS) Simatic auf den Markt. Die Modelle N (1964) mit Silizium-Einzelhalbleiter, H, P und C (1973) als integrierte Schaltung folgten rasch innerhalb der kommenden 15 Jahre. Der Übergang von der umständlichen VPS zur wesentlich effizienteren speicherprogrammierbaren Steuerung gelang 1973 mit der Simatic S3 mit bescheidenem Erfolg. 1979 kam die Simatic S5 mit großem Erfolg auf den Markt. Bis 1995 wurde sie ständig weiter entwickelt. Erstmals wurden konsequent alle drei Darstellungsarten für das Anwenderprogramm angeboten: Anweisungsliste, Funktionsplan und Kontaktplan. 1996 erfolgte die Einführung der heute immer noch aktuellen Simatic S7. Totally Integrated Automation heißt das moderne und aktuelle Zeitalter der Automatisierung wobei die Simatic-Steuerung hierbei mit den Modellen Simatic S7 und Simatic PCS 7 (Kurzform: PCS7) vertreten ist.
Am 2. April 1958 wurde der Name Simatic beim Deutschen Patentamt als Warenzeichen der Firma Siemens-Schuckertwerke eingetragen. Simatic verbindet „Siemens“ und „Automatic“ als Kofferwort miteinander.
Mit dem Schlagwort Totally Integrated Automation (TIA) weist Siemens auf die "Durchgängikeit" aller für die Automatisierung hergestellten Produkte hin. Das bezieht sich in der Hauptsache auf zueinander passende Schnittstellen. Safety Integrated“ und „Hochverfügbar“ bedeutet, dass die Geräte redundant aufgebaut sind.
Die Simatic S3 basiert auf dem Schaltkreissystem der Simatic C3.
Die Simatic S7 gehört in den Bereich der Totally Integrated Automation. …
Aufgrund der hohen Verbreitung und der Bedeutung als Industriestandard haben schon Ende der achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts andere Firmen angefangen Simatic-kompatible Baugruppen zu entwickeln, die in die Simatic-Steuerung eingesetzt werden können. Es handelt sich dabei sowohl um funktionsgleiche Baugruppen, die im Wettbewerb zu den Originalbaugruppen sind, als auch um ergänzende Baugruppen.