Ein Schaltschrank beherbergt die elektrischen und elektronischen Komponenten einer verfahrenstechnischen Anlage, einer Werkzeugmaschine oder Fertigungseinrichtung, die sich nicht direkt in der Maschine (z. B. Sensoren) befinden.
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Im einfachsten Fall enthält er nur Klemmen zum übersichtlichen elektrischen Verbinden verschiedener Komponenten einer Anlage (Klemmkasten, Verteilerkasten). Bei einem geschlossenen Schrank ist die zufällige und unbeabsichtigte Berührung spannungsführender Bauteile ausgeschlossen; Schränke, die im Inneren berührbare Teile mit gefährlichen Spannungen enthalten, sind nur mit Werkzeugen (Schaltschrankschlüssel, Drei- oder Vierkantschlüssel) zu öffnen.
Die Fertigung erfolgt bei gängigen Baugrößen durch Schaltschrankhersteller oder bei Sonderbauformen auch durch den Maschinenhersteller selbst. Der Innenaufbau findet in einer Elektrowerkstatt statt. Der fertige Schaltschrank besitzt Steckverbindungen (Strom, Medien), sodass er als Transporteinheit geliefert werden kann.
Folgende Funktionen soll ein Leergehäuse den elektrischen bzw. elektronischen Betriebsmitteln bieten:
Manche Schaltschränke besitzen ein Fenster zum Ablesen / Erkennen von Schaltzuständen oder Messwerten.
Viele Schaltschränke besitzen außen einen Not-Aus-Taster und/oder einen geeigneten Hauptschalter zur Stilllegung der zugehörigen Maschine im Gefahrenfall.
Schaltschränke werden - je nach Anwendung - aus lackiertem Stahlblech, Kunststoff (z.B. bei Aufstellung im Außenbereich) oder Aluminiumblech gefertigt.
Standardfarbe bei lackierten Schaltschränken ist zur Zeit RAL 7035 (lichtgrau), nachdem zuvor RAL 7032 (kieselgrau) eingesetzt wurde.
Für korrosive Umgebungsbedingungen sowie Pharmazie- und Lebensmittelbetriebe werden auch Schränke aus Edelstahl gefertigt, die in der Regel nicht lackiert werden.
Folgende Bauformen sind üblich:
Schaltschränke werden auch mit bereits vormontierten oder beigelegten Zusatzkomponenten geliefert:
Weitere Optionen sind z.B. Schlösser und transparente Türen.
Typisch für Schaltschränke sind folgende Größen
Standschaltschrank
in den entsprechenden Kombinationen.
Häufig besitzen Schaltschränke mit Breiten um 600 mm innen seitliche Gewindelaschen oder Träger zum Einsetzen von Käfigmuttern für das Einsetzen von 19-Zoll-Einschüben oder Baugruppenträgern. Solche Schaltschränke werden auch Rack genannt.