Ein Servo bezeichnet in der Elektrotechnik einen Verbund aus Ansteuerungseinheit und Antriebseinheit. Dies kann beispielsweise ein Elektromotor samt seiner Regelungselektronik sein. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden Servos meist mit Servomotoren verwechselt.
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Am bekanntesten sind Servos aus dem Modellbau. Hierbei handelt es sich meist um einen DC-angesteuerten Motor. Zu diesem gehören drei Anschlussdrähte: die Versorgung (VCC), Masse (GND) und eine Kontrollleitung (PW). Servos im Modellbau werden weitgehend über eine Pulsweitenmodulation (PWM) angesteuert. Über die Breite der Pulse wird der Winkel, auf den der Servoarm gestellt werden soll, gesteuert. Gängig ist ein 50-Hz-Signal (20 ms Periodenlänge), welches zwischen 1 ms (linker Anschlag) und 2 ms (rechter Anschlag) auf High-Pegel und den Rest der Periodenlänge auf Lo-Pegel ist. Ähnlich dient die Pulsbreitensteuerung von Gleichstromdirektantrieben der Drehzahlregelung.
Ein kleiner Nachteil von Servos im Modellbau ist, dass man nicht abfragen kann, ob der Servo überlastet ist, was dazu führt, dass man auch nicht feststellen kann, ob der Servo überhaupt in der Lage ist, die gewünschte Position anzufahren.
In der Automobiltechnik werden immer mehr Einsatzvarianten von Servos erschlossen. Betätigungen der versenkbaren Radioantenne, der Fensterheber, von Sitzverstellungen usw. erfolgen mit Servos. Zur Steuerung und Überwachung dieser Servos sind sie meistens an Steuergeräte angeschlossen.