| Simple DirectMedia Player | |
|---|---|
| Entwickler: | Sam Lantinga und die SDL-Gemeinde |
| Aktuelle Version: | 1.2.13 (31.12.2007) |
| Betriebssystem: | Linux, Mac OS, Windows |
| Kategorie: | Bibliothek |
| Lizenz: | LGPL V2 |
| Deutschsprachig: | ja |
| [1] | |
Der Simple DirectMedia Layer (SDL) ist eine freie Multimedia-Bibliothek für verschiedene Plattformen. Sie steht unter der Lesser General Public License.
Die Bibliothek stellt eine abstrakte Schnittstelle (API) für Grafik-, Sound- und Eingabegeräte bereit, welche sich hauptsächlich zur Entwicklung von Spielen und Multimediaanwendungen eignet. Durch die Unterstützung vieler verschiedener Plattformen ist bei der Entwicklung eine hohe Portabilität gewährleistet.
SDL ist in C geschrieben und zeichnet sich besonders durch einen, im Vergleich zu anderen APIs aus diesem Bereich (z. B. DirectX), recht kompakten Code aus, was diese Bibliothek auch für Anfänger leicht zu erlernen macht. Es existieren viele C-Beispielprogramme, die zeigen, wie die Bibliothek verwendet wird. Für über zehn Programmiersprachen existieren Anbindungen.
Bezeichnend für den Beliebtheits- und Bekanntheitsgrad der SDL ist die Anzahl an Spielen und Programmen, welche mit ihr geschrieben wurden. Inzwischen wurden drei Bücher über die Bibliothek veröffentlicht.
Inhaltsverzeichnis |
SDL wurde von Sam Lantinga während seiner Zeit als leitender Programmierer (1999 bis 2001) bei Loki Software entwickelt. Der Simple DirectMedia-Layer bildet (oft auch im Zusammenhang mit den OpenGL- und OpenAL-Schnittstellen) die Grundlage für einige kommerzielle Spieletitel für Linux, die von Loki portiert wurden, wie z. B. Civilization: Call to Power, Descent³ oder auch Sid Meier's Alpha Centauri.
Schon damals wurde SDL unter die LGPL gestellt. Durch diesen Schritt wuchs der Bekanntheitsgrad von SDL schnell an, da nun sowohl proprietäre als auch freie Anwendungen mit Hilfe der SDL entwickelt werden konnten.
Obwohl Sam Lantinga im Jahr 2001 von Loki Software zu Blizzard Entertainment wechselte, verwaltet er die Entwicklung von SDL noch immer und ist nach wie vor einer der wichtigsten SDL-Entwickler. Zusätzlich gibt es inzwischen noch eine Reihe weiterer freiwilliger Helfer, die sich an der Entwicklung beteiligen.
Die SDL-Bibliothek enthält folgende Funktionalität:
Der Simple DirectMedia Layer stellt selbst keine Funktionen für 3D-Grafik zur Verfügung. Allerdings ist es möglich OpenGL zusammen mit SDL zu nutzen. Dadurch ist es möglich auch 3D-Spiele wie z. B. Tux Racer auf Basis von SDL zu entwickeln.
Offiziell unterstützte Plattformen:
Unterstützung im SDL-Code enthalten, aber (noch) nicht offiziell:
Auf sonstige Art unterstützte Plattformen:
SDL selbst ist in C programmiert, Sprachanbindungen sind für folgende Programmiersprachen vorhanden: