Registrieren Passwort vergessen?

Slew rate

18. Okt 2008, 21:18

In der Elektronik wird als slew rate (engl.) die Anstiegsrate, Flankensteilheit oder die maximale Anstiegs- oder Abfallgeschwindigkeit der Ausgangsspannung einer Verstärker- oder Treiberschaltung, speziell eines Operationsverstärkers, bezeichnet.

Auswirkung der slew rate auf die Übertragung eines Rechteckpulses
Auswirkung der slew rate auf die Übertragung eines Rechteckpulses

Die slew rate ist die maximale Steilheit der Flanke der Ausgangsspannung, wenn am Eingang ein Rechtecksignal anliegt, das den Verstärker vollständig aussteuert (Großsignal-Antwort):

slew rate 
{}= {\Delta U \over \Delta t} \,

In Datenblättern wird die slew rate in Volt pro Mikrosekunde angegeben. Der Zusammenhang zur Grenzfrequenz eines Verstärkers ist durch die Ableitung dU/dt gegeben. Ein Sinussignal ist im Nulldurchgang am steilsten. Die Steilheit ist proportional zur Signalamplitude und zur Frequenz. Das heißt, dass ein Verstärker ein Signal mit großer Amplitude möglicherweise weniger korrekt überträgt als ein kleines Signal.
In Datenblättern von Operationsverstärkern werden deshalb sowohl die slew rate (Großsignalverhalten) und die Grenzfrequenz bzw. die Transitfrequenz (beschreibt das Kleinsignalverhalten) angegeben.

[Bearbeiten] Siehe auch

Flankensteilheit
Anstiegs- und Abfallzeit
Steilheit
Steigung

Dieser Artikel ist eine Kopie aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Am Originalartikel kann jeder Korrekturen und Ergänzungen vornehmen. Zudem kann man frühere Versionen einsehen.
In Kooperation mit Lycos Europe Network