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Software-Prinzipien

30. Okt 2008, 18:17
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Software-Prinzipien legen grundsätzliche Richtlinien für den kompletten Lebenszyklus, beginnend mit der Entwicklung bis hin zum Betrieb, von Software-Produkten fest.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Prinzipien der Softwareentwicklung

  1. Abstraktionsprinzip – von der konkreten Betriebsaufgabe zur beispielsunabhängigen Modelllösung (ein Schüler erhält Noten → Notenerfassung und Berechnung für alle Schüler)
  2. Hierarchisierungsprinzip – Abbildung der strukturellen Abhängigkeiten in einem komplexen System (Gliederung in Schule → Klasse → Schüler → Fach → Noten)
  3. Strukturierungsprinzip – reduzierte Darstellung des Gesamtsystems durch Betrachtung der einzelnen Strukturelemente (Betrachtung einer Unterrichtseinheit aus dem gesamten Bildungssystem)
  4. Modularisierungsprinzip – Bildung von funktionalen, in sich geschlossenen, austauschbaren Subsystemen und Festlegung von Schnittstellen zwischen Modulen
  5. Lokalitätsprinzip – logisch zusammenhängende Informationen am gleichen Ort komprimiert abgelegt erleichtert die Problemlösung (alle Daten, die zur Prüfungsanmeldung erforderlich sind, in ein Verzeichnis)
  6. Integriertes Dokumentationsprinzip – jeder Softwareabschnitt soll einen Dokumentationsvorspann enthalten (Dokumentationshinweis, dass jetzt eine Eingabe-Kodierung erfolgt)
  7. Standardisierungsprinzip – Einhalten einer bestimmten Lösungsreihenfolge (Modulname, Dokumentation, Variableninitialisierung, Kontrollstrukturen, Rückgabewert)
  8. Mehrfachverwendungsprinzip – Softwarebereiche so erstellen und bereitstellen, dass diese von anderen Entwicklern wiederverwendet werden können (Erstellen einer allgemeinen Sortierroutine)

[Bearbeiten] Prinzipien der Qualitätssicherung

  1. Operationales Qualitätseigenschaftsprinzip – Festlegen der Qualitätsmerkmale einer Softwarefunktion im Voraus in nachprüfbarer Art und Weise gegenüber dem Auftraggeber (Fehlerfreies Eingeben von Prüfungsnoten – Anzahl und Wertebereich)
  2. Konstruktives Qualitätssicherungsprinzip – vorausblickendes Ergreifen konstruktiver Maßnahmen zur Fehlerunterdrückung bei Softwareentwicklungen, um nachträglichen Aufwand zu vermeiden (Vektoren ausreichend dimensionieren zur Vermeidung von core bus errors)
  3. Fehlerfrüherkennungsprinzip – Abweichungen von den Benutzeranforderungen frühzeitig feststellen (detaillierte Gliederung der Benutzeranforderungen z. B. Einbindung einer Menüsteuerung bei der Auswahl von Programmfunktionen)
  4. Akkompagnitives Qualitätssicherungsprinzip – Einbau von Qualitätssicherungstests in den Entwicklungsprozess der Softwaremodule und nicht erst am Ende, wenn das gesamte SW-Paket fertig ist (Einbau von Testfunktionen mit Testdaten und Ausgabe in die Unterfunktion)

[Bearbeiten] Prinzipien des Softwaremanagments

  1. Organisatorisches Modellierungsprinzip – Festlegen eines organisatorischen Rahmens (Organisationsmodell) zur Durchführung des Entwicklungsablaufes (Einteilung der Entwicklerteams) (z. B. Phasenmodell mit Analyse, Requirements, Design, Implementierung, Test)
  2. Meilensteinprinzip – Zur Gewährleistung der Termintreue müssen Einzelaktivitäten zu festgelegten Zeitpunkten (Meilensteine) abgeschlossen sein (z. B. Ein- und Ausgabemasken nach sechs Arbeitsstunden)
  3. Kommunikationsprinzip – Reduktion des Informationsaustausches auf die betroffenen Entwickler; Berücksichtigen, dass bei Hinzunahme eines neuen Mitarbeiters, der Kommunikationsaufwand erheblich steigt. (z. B. aufgabengerechte Anzahl von Entwicklern ansetzen)

[Bearbeiten] Prinzipien der Wartung und Pflege

Quellenangaben
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  1. Wartung (=Fehlerbehebung) – 60 % der Fehler werden beim Entwurf gemacht, 40 % beim Kodieren 52 % der Fehler werden erst im Betriebseinsatz gefunden, 48 % im Testlauf. Die Wartung erhöht die Supportkosten (Betreuungskosten) erheblich
  2. Pflege (=Anpassung an Änderungen) – Anpassung an das Softwareumfeld, sowie an technische oder betriebliche Veränderungen lassen die Supportkosten doppelt so hoch ausfallen, wie die eigentlichen Entwicklungskosten. Die Änderung erfolgen im Betrieb
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