Ein Spannungswandler ist im engeren Sinne kein Wandler, sondern ein Gerät, das eine elektrische Spannung in eine andere übersetzt. Je nach Spannung und Anwendung ist ein komplett unterschiedlicher Aufbau des Spannungswandlers nötig.
Die umgangssprachliche Verwendung dieses Begriffs ist unterschiedlich und unterliegt keinen eindeutigen Definitionen. Man unterscheidet nach den Arten der Ein- und Ausgangsspannungen (Gleichspannung bzw. Direct Current, kurz DC, bzw. Wechselspannung bzw. Alternating Current, kurz AC):
Als Spannungswandler werden in den Mittel- und Hochspannungsnetzen (Schaltanlagen, Kraftwerke) der Energieversorgung eingesetzte Geräte bezeichnet, die nach dem Prinzip eines Transformators aufgebaut sind, jedoch mit besonders hoher Primärspannung bzw. Isolationsfestigkeit.
Sie dienen der Spannungsmessung (Messwandler; Betrieb nahezu im Leerlauf) und/oder der Hilfsspannungsversorgung in Schaltanlagen über 1000 Volt. Um eine exakte Messung zu gewährleisten, verfügen diese Spannungswandler über ein genaues Übersetzungsverhältnis.
Solche Spannungswandler sind primärseitig entweder für einen Anschluss zwischen den Außenleitern oder für einen Anschluss gegen Erde ausgelegt. Im ersteren Fall ist die Primärwicklung komplett gegen Erde isoliert; beide Anschlüsse sind hochspannungsfest herausgeführt. Für die Spannungsmessung in einem einzelnen Außenleiter gegen Erde ist die Primärwicklung der Geräte einseitig geerdet und besitzt nur einen Hochspannungsanschluss. Die Sekundärwicklung(en) sind bei beiden Ausführungen einseitig geerdet.
Die typische Nenn-Ausgangsspannung solcher Spannungswandler ist 100 V (ULL) bzw. 57,74 V (ULE), die typische Belastbarkeit ist 10 bis 50 VA.