Die Strom-Spannungs-Kennlinie oder I-U-Charakteristik, trivial auch Strom-Spannungs-Kurve, beschreibt die Eigenschaft zweipoliger elektrischer Bauelemente, Strom in Abhängigkeit von der Spannung unterschiedlich zu leiten. Praktisch ist häufig im Zusammenhang mit Spannungsquellen (Akkumulatoren) und Halbleitern (Dioden) von Strom-Spannungs-Kennlinien die Rede.
Nach Thévenins Gesetz kann jedes System aus Spannungsquellen und (komplexen) Widerständen als zweipoliges elektrisches Bauelement modelliert werden. Daher ist es auch möglich, Strom-Spannungs-Kennlinien komplexerer Baugruppen aufzuzeichnen.
Im einfachsten Fall verläuft die Kennlinie linear, insbesondere wenn der Innenwiderstand des Elementes ein ohmscher Widerstand ist. Dies ist beispielsweise bei der Reihenschaltung einer idealen Spannungsquelle mit einem Widerstand der Fall.
Bei Halbleitern wie der idealen Diode ist jedoch eine gekrümmte, nichtlineare Kennlinie erwünscht. Auch nicht ideale Spannungsquellen verhalten sich in unterschiedlichem Ausmaß nichtlinear.
Werden die Geraden U = 0 und I = 0 der Kennlinie nur einmal geschnitten, spricht man bei I = 0 von Leerlaufspannung, bei U = 0 vom Kurzschlussstrom.
Grundsätzlich kann dieselbe Kennlinie auf zwei Arten ermittelt werden: