Symbian ist ein englisches Softwareunternehmen mit Hauptsitz in London.
Die Symbian Ltd. [ˈsɪmbɪən] wurde im Juni 1998 durch die Ausgliederung von Psion Software gegründet und ist ein Konsortium der Mobiltelefon-Hersteller Nokia (47,9 %), Ericsson (15,6 %), Panasonic (10,5 %), Samsung (4,5 %), Sony Ericsson (13,1 %) und Siemens (8,4 %).
Am 24. Juni 2008 gab Nokia in einer Pressemitteilung bekannt, dass man bestrebt sei Symbian Ltd. komplett zu übernehmen und anschließend an eine neu gegründete Symbian Foundation abzugeben.[1]
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Das Unternehmen entwickelt und vertreibt das Betriebssystem Symbian OS, welches auf EPOC basiert und die Smartphones der Hersteller und Lizenznehmer Nokia, Sony Ericsson, Motorola, Panasonic, Samsung, Sendo, BenQ, Fujitsu und Siemens betreibt. Mit April 2006 sind nicht weniger als 100 verschiedene Smartphone-Modelle mit Symbian OS an über 250 große Netzbetreiber weltweit ausgeliefert worden. Zusammen sind seit dem Ericsson R380 im Jahr 2000 145 Millionen Symbian-Smartphones geliefert worden (Stand: Q2 2007).
Auf Symbian OS basieren verschiedene Benutzeroberflächen: Die meisten Geräte stammen von Nokia und sind mit der Benutzeroberfläche S60 (ehemals Series 60) ausgestattet. Die bekanntesten Geräte sind zurzeit in der Nokia Nseries (N70 – N73, N76, N78, N80 - N82, N90 – N93, N95, N96) und Eseries (E50, E51, E60, E61(i), E65, E70, E90 Communicator) zu finden, aber auch andere Hersteller wie Samsung nutzen S60 in einigen Geräten. Darüber hinaus setzte Nokia noch Series 80 in der Communicator-Reihe und Series 90 (im Nokia 7710 Widescreen-Smartphone) ein – beide wurden jedoch durch S60 3rd Edition ersetzt. Nokia arbeitet derzeit an einer Sensorbildschirm-Variante von S60, die sich sowohl mit einem Eingabestift als auch mit den Fingern bedienen lassen soll.
Eine weitere bekannte Benutzeroberfläche ist UIQ, die von verschiedenen Herstellern eingesetzt wird. Sony Ericsson nutzt UIQ in der P-Serie (P1i, P990i, P910i etc.), in der G-Serie (G700, G900) in der M-Serie (M600i) sowie in der W-Serie (W950i, W960i). Motorola kommt nach der Serie A900/A1000 mit dem RIZR Z8 basierend auf UIQ 3.0 auf den Markt.
Zusätzlich kommt Symbian OS auch in geschlossenen Telefonen für den japanischen Markt zum Einsatz (FOMA-Handys).
Nach der Übernahme von Symbian Ltd. durch Nokia werden Komponenten von Symbian zukünftig unter der Eclipse-Lizenz (quelloffen) zur Verfügung gestellt werden. Dadurch möchte man neben einer höheren Verbreitung eine gewisse Unabhängigkeit der Software-Anwendungen von der jeweiligen Benutzeroberfläche erreichen. Angestrebt wird vor allem auch der Aufbau einer Marktmacht gegenüber Windows Mobile (Windows 7), Linux mobile (Android, LiMo, Openmoko) und Mac OS X.
Für Symbian OS gibt es weit über 8.000 Anwendungen (E-Books, Office, Spiele, Tools, Wörterbücher etc.) von einigen tausend unabhängigen Software-Entwicklern (Independent Software Vendor) weltweit. Im deutschsprachigen Raum vorhandene Anbieter sind unter anderem Envi.con KG, Langenscheidt, Duden und Resco.