| Symbian OS | |
| Entwickler | Symbian Ltd. |
| Version | 9.5 (März 2007) |
| Architekturen | ARM (kann auch auf x86 emuliert werden) |
| Lizenz | Eclipse-Lizenz (Open-Source) |
| Website | www.symbian.com |
Symbian OS [sɪmbɪən əʊˈɛs] ist ein proprietäres Betriebssystem für Smartphones und PDAs, das von der Firma Symbian angeboten wird. Es ist ein Derivat der 32-Bit-EPOC-Plattform von Psion.
Symbian gehört zu 100% Prozent dem Handy-Weltmarktführer Nokia.
Am 24. Juni 2008 kündigten Nokia, Sony Ericsson, Motorola und NTT Docomo die Absicht an, Symbian OS, S60, UIQ und MOAP(S) zu einer einzigen offenen Plattform zu vereinen. Zusammen mit AT&T, LG Electronics, Samsung Electronics, STMicroelectronics, Texas Instruments und Vodafone planen sie die Gründung der Symbian Foundation, zur Stärkung der Anziehungskraft dieser vereinigten Softwareplattform. Die Mitgliedschaft dieser Non-Profit-Foundation ist gegen eine geringe Jahresgebühr offen für alle Organisationen.[1] Der Source Code soll allen Mitgliedern offengelegt und weiterhin binnen zwei Jahren teilweise Open Source werden.
Symbian OS hat vieles mit Desktop-Betriebssystemen gemein, z. B. präemptives Multitasking, Multithreading und Speicherschutz. Neben Programmen in C++, Java und Flash Lite kann unter anderem auch OPL oder Python auf den Geräten verwendet werden. Unterstützung für Relationale Datenbanken in der Implementierung von SQLite wird ebenso angeboten[2].
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Zu Beginn setzten von den großen Herstellern nur Nokia, Siemens und Sony Ericsson auf diese Plattform. Mittlerweile bieten aber auch andere Hersteller Mobiltelefone mit Symbian OS an, z. B. Arima, BenQ, Lenovo, Panasonic, Samsung, Motorola oder Sendo.
Erstes Mobiltelefon mit Symbian OS war der Nokia 9210 Communicator, damals mit der Version 6.0. Das Motorola A920 war das erste Symbian-OS-Handy für UMTS-Netze.
Als Benutzungsoberflächen, die auf Symbian OS aufsetzen, zählen u. a. Series60, Series80, Series90 oder UIQ.
Nokia entschied, dass Touchscreens zu teuer und anfällig seien, und setzte daher bisher auf Oberflächen mit reiner Tastaturbedienung. Für 2008 ist jedoch eine neue Version der S60-Oberfläche angekündigt, die dann auch Touchscreens unterstützen soll, was bisher der Hauptunterschied zu UIQ gewesen ist. [3]
Durch die hohe Verbreitung von Symbian OS (laut manchen Marktforschern liegt diese im Bereich der Smartphones bei über 80 Prozent), ist Symbian auch zunehmend im Visier von Virenprogrammierern. Erste Handy-Viren wie 'Skulls' oder 'ComWarrior' haben zwar nur ein recht kleines Schadenspotenzial, doch scheinen die Hersteller von Virenschutzprogrammen wie F-Secure oder Kaspersky hier zunehmend einen interessanten Markt zu sehen.
Durch die Einführung eines Zertifikatsystems bei S60 Version 3 Geräten (momentan mit OS 9.1, 9.2 & 9.3) ist das Ausführen von nicht erwünschtem Code erheblich eingeschränkt worden. Programme können nicht mehr ohne gültiges Zertifikat von SymbianSigned installiert werden, da jedes Installationspaket digital signiert werden muss. Hierdurch kann gecrackte oder mit Viren verseuchte Software nicht mehr ohne Umwege auf dem Mobilgerät installiert werden. Somit ist einer möglichen Verbreitung von Viren ein Riegel vorgeschoben worden und das Betreiben von Virenschutzprogrammen auf den betreffenden Geräten uninteressant.