Ein Synchronzähler ist ein Bauteil aus der Digitaltechnik, das eine Folge von natürlichen Zahlen erzeugt. Die Darstellung der Zahlen erfolgt im Dualsystem. Die Menge der darstellbaren Zahlen und ihre Reihenfolge ist bauteilabhängig. Die Anzahl der möglichen Zahlen ist auf Zweierpotenzen
festgelegt. Man spricht daher auch von n-bit-Synchronzählern.
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Ein n-bit-Synchronzähler ist aus n JK-Flipflops aufgebaut. Der Takteingang jedes Flipflops ist mit einem Taktgeber CLK verbunden. Durch diese Struktur laufen alle Flipflops synchron zum externen Takt. Daher auch der Name des Bauteils (vgl. Asynchronzähler). Die Fähigkeit, eine Zahlenfolge zu erzeugen, ergibt sich durch die Verschaltung der Eingänge jedes einzelnen Flipflops.
Ein JK-Flipflop verhält sich wie ein T-Flipflop, wenn beide Eingänge denselben Pegel haben. Bei J = K = 1 wechselt der Pegel am Ausgang und bei J = K = 0 bleibt er unverändert. Diese Eigenschaft wird für den Synchronzähler verwendet. Im Folgenden wird ein 4-bit-Vorwärtszähler mit den Ausgängen Q0 bis Q3 beschrieben, der die Zahlen von 0000B (=0D) bis 1111B (=15D) in natürlicher Reihenfolge zählt.
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Daraus ergibt sich folgende Verschaltung:
Das Beispiel lässt sich auf diese Weise fortsetzen um beliebig große Zähler zu erzeugen.
Da jedes Flipflop den externen Takt CLK bekommt, hat der Synchronzähler gegenüber dem Asynchronzähler den Vorteil, dass sich schaltzeitbedingte Verzögerungen nicht summieren und so höhere Taktraten und größere Zähler möglich sind. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass der Synchronzähler beliebige Zahlenfolgen darstellen kann (etwa 1,3,7,5,...).
Einen synchronen Rückwärtszähler erhält man, indem man in der oben beschriebenen Schaltung statt der Q-Ausgänge die
-Ausgänge verwendet.
Sobald alle vorhergehenden Gatter auf 1 geschaltet sind (Detektion durch UND-Gatter), wird der Eingang des nächsten Flip-Flops invertiert (Rückkoppelung eigener derzeiter Zustand und XOR Verknüpfung mit UND Ergebnis). Auch dieses Schema lässt sich beliebig fortsetzen um größere Zähler zu realisieren.
Für Zahlenfolgen, die nicht der natürlichen Reihenfolge entsprechen, müssen die oben beschriebenen UND-Gatter durch komplexere Schaltungen ersetzt werden. Mit Hilfe von Karnaugh-Veitch-Diagrammen kann man sich die Schaltung der eigenen Zählfolge erarbeiten. Hierzu nimmt man die Ausgänge des synchronen Zählers als Eingänge des KV-Diagramms und legt für jede Binärziffer ein einzelnes Diagramm an. Durch dieses Verfahren können alle Zählfolgen erstellt werden. Um die Schaltung zu minimieren, kann es möglich sein, dass ein Rückwärtszähler eine bessere Ausgangsbasis darstellt.
Sollen innerhalb einer Zählperiode eine oder mehrere Zahlen häufiger vorkommen (etwa 1,2,2,3) benötigt man einen Umcodierer. Zunächst weist man jeder Zahl der Folge eine neue Zahl zu, so dass die resultierende Folge keine doppelten Zahlen erhält. Im angegebenen Beispiel wäre das 1->0, 2->1, 2->2, 3->3. Aus der neuen Zahlenfolge (0,1,2,3) lässt sich wie gewohnt ein Synchronzähler erzeugen. Die Ausgänge werden nun mit Hilfe eines Umcodierers in die gewünschten Zahlenwerte transformiert.