Die Systemanalyse ist eine praktisch anwendbare Methode der Systemtheorie. Dabei konstruiert der Betrachter des Systems ein Modell eines bereits existierenden oder geplanten Systems zunächst als Black Box und verfeinert dieses im weiteren Verlauf. Dabei hat der Bearbeiter eine Auswahl bezüglich der relevanten Elemente und Beziehungen des Systems zu treffen. Das erstellte Modell ist immer ein begrenztes, reduziertes, abstrahiertes Abbild der Wirklichkeit, mit dessen Hilfe Aussagen über vergangene und zukünftige Entwicklungen und Verhaltensweisen des Systems in bestimmten Szenarien gemacht werden sollen. Der Vorgang ist auf nahezu jedes System anwendbar, einschließlich Physik, Biologie, Demographie, Wirtschaft, Geographie, Technik und Informatik.
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Der ganzheitliche Ansatz Systemanalyse ist ein iterativer, heuristischer und rückgekoppelter Prozess der durch die Dimensionen: Organisation, Technologie und Motivation gekennzeichnet werden kann.
Darstellung der Analyseergebnisse:
Für die Systemanalyse werden formale Methoden und graphische Methoden eingesetzt.
Edwards behilft sich in seinem Werk mit den folgenden Elementen, um damit diverse Muster-Systeme darzustellen:
Weiterhin benennt er noch die folgenden theoretisch möglichen Kombinationen, die aber praktisch nur sehr begrenzt zweckdienlich sind:
Die Herleitung von Zuständen („States“) durch Ereignisse („Events“) und umgekehrt ist möglich. Eine ständige Begrenzung auf eine für die jeweilige Detailierungsebene sinnvolle Elementmenge ist nötig um zu einem tauglichen, sprich durchschaubaren und damit brauchbaren Ergebnis zu kommen. Die Darstellung unterscheidet zwischen Steuerströmen, Datenströmen, Augenblicksereignissen und physikalischen Strömen von Materie oder Energie.
Unter Systemanalyse wird in der Informatik die erste Phase des Softwareerstellungsprozesses verstanden. Der Systemanalytiker beschreibt die für seine Fragestellung relevanten Systemelemente und deren Beziehungen zueinander (in der Regel mit einem Informationsmodell). Ziel der Systemanalyse ist es zunächst, die Umwelt ohne Maschine (Ist-Zustand) zu beschreiben, um ausgehend von diesem Ist-Modell die Umwelt mit Maschine zu planen. Dieses Soll-Modell zeigt, wie die Umwelt mit Maschine aussehen soll. Durch die Unterschiede zwischen Ist- und Soll-Modell wird deutlich, was die zu konstruierende Maschine leisten soll. Im Rahmen der Systemanalyse wird nicht untersucht, wie die Maschine implementiert wird.
Bei der Erstellung von Anwendungssystemen im betriebswirtschafltichen Kontext oder bei der Anpassung von Standardsoftware („customizing“) kann es sinnvoll sein, die relevanten Geschäftsprozesse (z. B. mit ereignisgesteuerten Prozessketten [EPK]) zu modellieren. Diese Modelle dienen nicht nur als Grundlage zur Planung organisatorischer Maßnahmen (Prozessmanagement), sondern eignen sich ebenso zur Anforderungsermittlung für Anwendungssysteme, um Geschäftsprozesse medienbruchfrei und effizient durch IT zu unterstützen.