TELEPERM M ist der Name für ein elektronisches Prozessleitsystem, welches Anfang der 1980er Jahre von der Siemens AG entwickelt wurde. Es ermöglicht die Automatisierung kontinuierlicher und diskontinuierlicher Verfahrenstechnischer Prozesse.
Dieses Prozessleitsystem zeichnete sich durch sein äußerst robustes und modulares System aus. Bis zu 15.000 Anlagen wurden mit diesem System ausgerüstet.[1] Trotz seines hohen Alters ist es deswegen immer noch recht weit verbreitet. Da es mittlerweile aber immer schwerer wird, Ersatzteile für die zum Teil 20 Jahre alten, nicht mehr hergestellten Systemkomponenten zu erhalten, rüsten immer mehr Anwender ihre Anlagen mit moderneren Systemen, wie z.B. das 1997 erschienene Nachfolgesystem SIMATIC PCS7[2] aus und Teleperm M verliert zunehmend an Bedeutung.
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TELEPERM M setzt sich zusammen aus:
Zur TELEPERM M-Reihe gehören folgende Automatisierungssysteme: (in der Reihenfolge ihres Erscheinens)
Die Automatisierungssysteme unterscheiden sich teils erheblich in Aufbau und Leistungsfähigkeit.
Von Siemens wurden folgende Bedien- und Beobachtungssysteme für Teleperm-M entwickelt:
Die OS-Reihe auf SICOMP-Basis mit:
Auf PC-Basis mit:
Für die OS262/265 gibt es inzwischen eine Portierung auf eine PC-basierende Plattform unter dem SICOMP M26 Emulator M2000.
Weiterhin wurde eine Teleperm-Schnittstelle für das Bedien- und Beobachtungssystem WinCC entwickelt. Ein weitere Visualisierungssystem das zu Teleperm-M kompatibel ist, ist z.B. PC-CS vom Hersteller CME Prozessleittechnik.
Zu Anfang kam bei Teleperm grundsätzlich der speziell hierfür entwickelte CS275-Bus zum Einsatz. CS275 ist ein Bus mit einer Brutto-Datenrate von 275kBit, der nach dem Token-Passing-Verfahren funktioniert. Später kam noch der Teleperm-Anlagenbus hinzu, eine Portierung des CS275-Protokolls für Profibus-Netze.