In der Theorie linearer elektrischer Netzwerke besagt das Thévenin-Theorem (auch Helmholtz-Thévenin-Theorem), dass jede mögliche Kombination von Spannungsquellen, Stromquellen und Widerständen bezüglich zweier Klemmen elektrisch äquivalent zu einer Reihenschaltung aus einer Spannungsquelle und einem Widerstand R ist. Diese Ersatzschaltung wird Thévenin-Äquivalent oder im deutschen Sprachraum Ersatzspannungsquelle genannt. Dieses Theorem wird zum Beispiel zur Vereinfachung in der Schaltkreisanalyse verwendet.
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Das Thévenin-Äquivalent besteht aus einem Widerstand RTh und einer Spannungsquelle UTh. Um die zwei Unbekannten RTh und UTh zu bestimmen, benötigt man zwei Gleichungen. Diese Gleichungen können auf verschiedene Art und Weise erstellt werden. Meistens gebraucht man jedoch folgende:
Um den Thévenin-Äquivalentwiderstand RTh zu bestimmen, benutzt man meistens eine der drei folgenden Methoden:

Der Beweis des Thévenin-Theorems basiert auf dem Überlagerungsprinzip.
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Ein Norton-Äquivalent kann in ein Thévenin-Äquivalent umgewandelt werden anhand folgender Gleichungen:
Das Norton-Theorem kann auch auf Einfrequenz-Wechselstromsysteme verallgemeinert werden, indem man statt der ohmschen Widerstände eine Impedanz verwendet.
Das Thévenin-Theorem wurde zuerst vom deutschen Wissenschaftler Hermann von Helmholtz 1853 entdeckt. Es wurde dann 1883 vom französischen Ingenieur Léon Charles Thévenin (1857-1926) wiederentdeckt.