Ein Thyristor kann einen hochohmigen und einen niederohmigen Zustand annehmen. Dadurch kann er wie ein Schalter wirken, der über die Gates angesteuert wird.
Die Thyristor-Triode hat neben einer Anode (A) und einer Kathode (K) auch zwei Gate-Anschlüsse.
Ein Modell zur Erklärung der Funktionsweise des Thyristors ist es, ihn in zwei Transistoren zu zerlegen.
Beim Anlegen einer Spannung an die zu schaltende Strecke AK sind beide Transistoren gesperrt. Wird nun an GK gegenüber GA die Spannung in positiver Richtung erhöht, so dass T2 leitend geschaltet wird, beginnt ein Strom I1 zu fließen. Durch diesen Strom wird die Kollektor-Emitterstrecke an T1 leitend, was durch den Strom I2 T2 in leitendem Zustand hält. Das bedeutet wiederum, dass der Basisstrom durch T1 aufrecht erhalten wird. Somit wird der Thyristor ab einem bestimmten Strom schlagartig leitend. Er kann nur durch eine kurze Unterbrechung des Laststromes wieder gelöscht, d.h. in den Ausgangszustand versetzt werden. Dafür ist ein Abschaltstrom nötig, der etwa 20% bis 30% des Laststromes beträgt.