| Traders | ||
|---|---|---|
| Entwickler: | Linel | |
| Verleger: | Merit Software | |
| Publikation: | 1991 | |
| Plattform(en): | Amiga, Atari ST, MS-DOS | |
| Genre: | Wirtschaftssimulation | |
| Spielmodi: | Bis zu 4 Spieler gleichzeitig | |
| Steuerung: | Joystick, Tastatur | |
| Medien: | Diskette | |
| Sprache: | Deutsch | |
| Altersfreigabe: | PEGI: Keine Klassifizierung |
USK: Keine Klassifizierung |
| Information: | Neben der ursprünglichen Hardware können Emulatoren wie der UAE für den Amiga oder DOSBox für Windows benutzt werden. Die MS-DOS-Version ist auch unter Windows lauffähig. | |
Traders ist eine Wirtschaftssimulation aus dem Jahre 1991 des Herstellers Linel, welcher auch schon den Klassiker Kaiser entwickelt hat. Der Spieler kann sich für einen von vier verschiedenen Alienarten stammenden Alien entscheiden, die "Plubber" genannt werden, um am Spielgeschehen teilzunehmen. Diese bewohnen den Planeten FAT-STAR der ehemals "Erde" hieß. Dieser wird von FatMike beherrscht und dieser verlangt von seinen Untergebenen regelmäßig Abgaben in Form von Schneckenschleim. Ziel für die Plubber ist es nach "Austr-Alien" zu gelangen um den Rest ihres Lebens dort zu genießen. Doch um dies zu erreichen muss erst ein entsprechendes Vermögen angehäuft werden. Dies kann durch geschicktes Anbauen von Feldern, taktisches Handeln mit Produkten oder kleinen Überfällen auf seine Mitspieler erfolgen.
Inhaltsverzeichnis |
Das Spielprinzip von Traders basiert auf den Klassiker MULE. Der Spielablauf hängt stark davon ab, welche Einstellungen vorher festgelegt wurden. So kann zum Beispiel der Roboterkampf vollständig deaktiviert werden, um nur mit friedlichen Mitteln das Spielziel zu erreichen. Zuerst wird einer der vier unterschiedlichen Aliens gewählt, mit dem gespielt werden soll. Diese Wahl dient nur zu Unterscheidung von den anderen Mitspielern und hat keinen Einfluss auf das Spielgeschehen. Jede Runde startet mit der Bilanzübersicht, in der alle Vermögenswerte aufgelistet sind und der Anzeige eines Diagramms, das die bisherige Entwicklung aller Spieler zeigt.
Danach folgt die Anbau-Sequenz, in der die Spieler ein Feld pro Runde in Besitz nehmen können. Auf jedem Feld kann entweder einer der drei Ressourcen von FAT-STAR (Wasser, Rosen, Parfum) angebaut werden oder - wenn das Feld kein Wiese ist - eine Rakete, welche den begehrten Schneckenschleim von fremden Planeten nach FAT-STAR transportiert. Anschließend folgt die Raketen-Sequenz, in der bestimmt wird auf welchem Planeten nach Schneckenschleim gesucht wird. Ab und zu tauchen Piraten auf und versuchen die Raketen der Spieler abzuschießen. Eine darauffolgende automatisch ablaufende Sequenz zeigt jedem Spieler, wie viele Produkte hergestellt worden sind und wie viel Schneckenschleim erbeutet wurde. Entscheidend für die Höhe der Produktion der drei Ressourcen ist das Terrain, auf dem angebaut wird sowie das gerade vorherrschende Wetter. Ebenfalls muss, wenn ein Spieler zum Beispiel Rosen angebaut hat, genügend Wasser in seinem Vorrat vorhanden sein, um überhaupt Parfum produzieren zu können.
Darauf folgt die Handelssequenz, in der die Spieler ihre überschüssigen oder dringend benötigten Produkte untereinander kaufen oder verkaufen können. Da jedes Produkt zur Herstellung immer eine von einem anderen Mitspieler hergestellte Ressource benötigt, ist man meist gezwungen, den geforderten Preis zu zahlen oder ein anderes Produkt herzustellen. Jeder Verkäufer hat die Möglichkeit, seine Produkte auch an FatMike für einen festen Preis zu verkaufen. Ebenso kann auch Schneckenschleim gehandelt werden, da in jeder Runde Abgaben an FatMike fällig sind.
Anschließend erfolgen die Abgaben an FatMike. Der Schneckenschleim jedes Spielers wird in einer Glasröhre angezeigt, die je nach Vorrat gefüllt oder leer sein kann. FatMike zeigt mit einem Richtstab an, wie viel Schneckenschleim er möchte. Ist man nicht in der Lage, den geforderten Betrag zu zahlen, zerstört er Anbauten des jeweiligen Spielers. Dieser darf dann in der folgenden Runde kein neues Feld besetzen. Passiert das einem Spieler zweimal hintereinander, werden sogar besetzte Felder dem Spieler wieder weggenommen. Sollten alle Spieler in einer Runde keine Abgaben entrichten können, verliert jeder Spieler besetzte Felder. Danach kann jeder Spieler in der Einkaufstraße Lotto spielen, in dem er eine vierstellige Farbkombination aus rot oder blau angibt oder seinen Vorrat an Raketen aufstockt. Nach jeder dritten Runde folgt noch ein Schneckenschleim-Wettbewerb, bei dem der Sieger mit dem meisten Schneckenschleim ein Feld oder ein Preisgeld gewinnen kann.
Das Spielende ist erreicht, sobald ein Spieler mit seinen gesamten Vermögen die zu Beginn des Spiels festgelegte Summe erreicht. Es folgt eine abschließende Platzierung und eine kurze Sequenz wie der Alien in "Austr-Alien" landet.
Einige Spielelemente können in Traders komplett deaktiviert oder aktiviert werden, um den Einstieg in das Spiel zu erleichtern oder das Spieltempo zu beschleunigen.
Katastrophen geschehen zufällig und können die Zerstörung von Anbauten oder die vollständige Veränderung der Landschaft zur Folge haben. Dies ist vor allem gravierend für den Anbau von Raketen, da diese nicht auf Wiesenfelder angebaut werden dürfen.
Der Roboterkampf findet immer vor der Handels-Sequenz statt, was bedeutet das benötigte Rohstoffe oder dringend benötigter Schneckenschleim erbeutet werden kann und nicht gekauft werden muss. Jeder Spieler bekommt von FatMike einen bestimmten Etat, für den Roboterkampf in Abhängigkeit von der Höhe des Vermögens bereitgestellt. Damit kann sich jeder Spieler Teile für seinen eigenen Kampfroboter kaufen, sowie Munition und Verteidigungsanlagen. Danach hat jeder die Möglichkeit auf dem Schlachtfeld seine Verteidigungsbauten aufzubauen, die andere Roboter vor dem Eindringen abhalten soll. Anschließend rücken die Roboter aus, vom Spieler direkt gesteuert und versuchen schnellstmöglich ein oder mehrere Lager zu plündern, da jeder Spieler nur einmal pro Kampfrunde beraubt werden kann.
In der Einkaufsstraße kann zusätzlich mit Saphiren gehandelt werden, die ähnlich wie Aktien jederzeit fallen oder steigen können. Bezahlt werden diese mit Käfern, von denen man einige zu Beginn des Spiels erhält. Durch geschicktes Handeln oder durch den zufälligen Fund einer Rakete kann der Vorrat an Käfern aufgestockt werden. Saphire können auch gegen Bargeld verkauft werden.
Jeder "Plubber" verbraucht Öl wenn er sich auf der Landschaft bewegt. Hat er keines mehr, kann er sich nicht mehr bewegen und kann so zum Beispiel keine neuen Felder besetzen. Öl kann in der Einkaufsstraße eingekauft werden, doch ist die Nachfrage groß und das Angebot rar, was somit immer wieder zu Engpässen führt. Öl kann auch durch eine Rakete bei der Suche nach Schneckenschleim gefunden werden.