Ein Trimmkondensator (kurz Trimmer) ist ein Kondensator, dessen Kapazität mechanisch variiert werden kann. Er dient unter anderem dem Abgleich von Filtern oder Schwingkreisen. Im Gegensatz zum Drehkondensator ist dazu ein Werkzeug, wie zum Beispiel ein Schraubendreher, erforderlich.
Die meist auf die Leiterplatte beziehungsweise in die Schaltung gelöteten Trimmer werden bei der Herstellung bzw. Kalibrierung des Gerätes abgeglichen und anschließend oft mit Lack fixiert.
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Bei einem Trimmkondensator wird durch Verdrehen der Plattenpaare, durch Verformung einer flachen Feder („Quetschkondensator“)[1][2] oder Eintauchen eines Zylinders in ein Rohr (Rohrtrimmer) die Kapazität geändert.
Ein Trimmer wird nur zur Erstinbetriebnahme und ggf. nach Reparaturen und bei Neukalibrierungen verstellt. Im regulären Betrieb wird ein Trimmer nicht verstellt – daher ist er nicht für häufige Betätigung ausgelegt.
Als Dielektrika kommen Luft, Keramik, Glimmer oder Kunststoff-Folien (Polypropylen, Polystyrol) zum Einsatz.
Mit einem Werkzeug wird die überdeckte Fläche oder der Abstand der Kondensator-Elektroden zueinander verändert.
Die Kapazitätswerte eines Trimmers liegen üblicherweise zwischen 1,2 pF und 60 pF. Es gibt auch Spreizkondensatoren bis 600 pF/30 kV, die den früheren Glimmer-Quetschtrimmern nachempfunden sind.
Für kleine Kapazitätswerte (z. B. in UHF-Empfängern) werden oft nur Drahtenden oder Blechstreifen mehr oder weniger zueinander gebogen oder isolierte Drahtenden mehr oder weniger miteinander verdrillt, um einen korrekten Kapazitätswert zu erhalten.