| Die Artikel Fallbearbeitungssystem und Trouble-Ticket-System überschneiden sich thematisch. Hilf mit, die Artikel besser voneinander abzugrenzen oder zu vereinigen. Bitte äußere dich in der Diskussion über diese Überschneidungen, bevor du diesen Baustein entfernst. Avron 16:34, 27. Nov. 2007 (CET) |
Ein Trouble-Ticket-System (TTS; Synonyme: Help-Desk-System, Serviceticket-System, Ticketing-System, Task-Tracking-System, Support-Ticketing-System, Issue-Tracking-System) ist eine Art von Software, um Empfang, Bestätigung, Klassifizierung und Bearbeitung von Kundenanfragen (Trouble-Tickets) zu handhaben. Moderne TTS unterstützen dabei verschiedene Medien wie Web, Mails und Faxe und haben offene Schnittstellen zu anderen Systemen wie z. B. Kundendatenbanken.
Gemeinsam haben all diese Systeme die Möglichkeiten der Zuweisung eines Tickets an eine Funktionsstelle oder an eine Person innerhalb einer Funktionsstelle zur weiteren Bearbeitung – und letztendlich zur Lösung, einem closed ticket.
Inhaltsverzeichnis |
Die Anliegen der verschiedenen Anfragesteller sind in verschiedene Dringlichkeitsstufen gemäß den Service Level Agreements (SLA) und den Operational Level Agreements (OLA) aufgeteilt, mit den dazugehörenden Eskalationsstufen, falls die SLA oder OLA nicht eingehalten werden.
Alles in Allem dienen diese Trouble-Ticket-Systeme dazu, den reibungslosen Ablauf der Aufgabenabwicklung zu erhalten oder wiederherzustellen.
Trouble-Ticket-Systeme sollen oft verschiedene Funktionen erfüllen, insbesondere
Als Trouble Ticket versteht man die elektronische Form eines Anliegens (das meist vom IT-Nutzer gemeldet wird). Dies kann
an den Service Desk oder die Supporteinheiten (nach ITIL) enthalten.
Was gehört in ein Trouble Ticket? Hier einige Beispiele:
Insbesondere mit Hinblick auf den Einsatz von TTS in Unternehmen ist durch die Transparenz der Abarbeitung der Tickets natürlich auch die Beurteilung der Arbeitsleistung und Arbeitsweise einzelner Mitarbeiter und einzelner Teams möglich, mit allen damit verbundenen arbeits- und datenschutzrechtlichen Implikationen. Deswegen könnten TTS als technische Einrichtungen zur Leistungs- und Verhaltenskontrolle von Mitarbeitern eingesetzt werden.
Tatsächlich wird durch TTS systembedingt immer eine gegenseitige Leistungs- und Verhaltensüberwachung innerhalb der Gruppe jener Mitarbeiter eingeführt, die über das TTS ihre Arbeit gegenseitig beobachten können. Die Autoren eines Buches zum Open-Source-Programm Request Tracker erwähnen in diesem Zusammenhang den durch den Einsatz von TTS entstehenden „Gruppendruck“.[1]
| Dieser Artikel oder Absatz stellt die Situation in Deutschland dar. Hilf mit, die Situation in anderen Ländern zu schildern. |
Wo betriebliche Mitbestimmung gilt, ist die Einführung und Anwendung solcher Werkzeuge mitbestimmungspflichtig (§ 87 Absatz 1 Nummer 6 Betriebsverfassungsgesetz). Der Einsatz kann dann mit Betriebsvereinbarungen geregelt werden. Im öffentlichen Dienst gibt es auch entsprechende Dienstvereinbarungen.[2] Aus der Anwendung ergibt sich beispielsweise die Möglichkeit einer Arbeitsverdichtung und einer Erhöhung der Fremdbestimmtheit der Arbeit. Darum ist eine Gefährdungsbeurteilung mit dem Ziel erforderlich, beispielsweise in Betriebsvereinbarungen Maßnahmen gegen psychische und psychosomatische Erkrankungen festlegen zu können.[3]
| Bitte beachten Sie den Hinweis zu Rechtsthemen! |