Ein Umrichter ist ein Stromrichter, der je nach Bedarf ohne Umbauten als Gleichrichter, als Wechselrichter oder zur Umwandlung von Wechselspannungen verschiedener Frequenzen ineinander dienen kann. Dies geschieht durch Leistungselektronik und damit im Gegensatz zum Umformer ohne mechanische Zwischenenergie.
Dabei muss die elektrische Energie in einem sogenannten Zwischenkreis gespeichert werden - dies geschieht in der Regel durch Gleichrichtung und einen nachgeschalteten Zwischenkreiskondensator (Voltage Source Inverter, kurz VSI) oder eine Zwischenkreis-Drossel mit eingeprägtem Strom (Current Source Inverter, kurz CSI). Oft baut man in den Zwischenkreis auch Frequenzfilter ein, die ein Übertragen der beiden Wechselstromfrequenzen in das jeweils andere Netz minimieren, und einen Tiefpass, der hochfrequentes Rauschen und die Tastfrequenz des Wechselrichters dämpft. Im nächsten Schritt wird der Gleichstrom durch einen Wechselrichter in Wechselstrom der gewünschten Frequenz umgewandelt.
In der elektrischen Antriebstechnik wird dieser Begriff häufig im Sinne eines Stromrichters eingesetzt, der aus einem Wechselstrom- bzw. Drehstromnetz konstanter Frequenz und Spannung eine Ausgangsspannung mit variabler Spannung und Frequenz erzeugt, um die Drehrichtung und Drehzahl von Drehstrommotoren zu steuern (vgl. Frequenzumrichter).
Umrichter werden in Deutschland auch zur Umwandlung von Strom des öffentlichen Netzes (50 Hz) in Bahnstrom (16,7 Hz) verwendet.