Unipolar ist allgemein etwas, das nur einen Pol besitzt.
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Es treten nur Ladungsträger einer Polarität auf (zum Beispiel Elektronen als bewegliche Ladungsträger in Metallen).
Als unipolar bezeichnet man auch einen getakteten Gleichstrom, bei dem sich zwar die Stärke ändern kann, der aber nie seine Richtung ändert.
Anders als in Metallen wird der Stromtransport in Halbleitern phänomenologisch so beschrieben, als gäbe es dort negative (Elektronen) und positive (Löcher) Ladungsträger.
Tritt nur einer dieser Ladungsträgertypen als Stromtransporteur in einem aktiven Bauelement auf, wird es als unipolar bezeichnet (zum Beispiel MOSFET).
Die ersten Elektroden von Herzschrittmachern waren unipolar. Der Strom fließt dabei von der Batterie des Herzschrittmachers über die Sonde zum Herz. Dort erregt der Strom den Herzmuskel und fließt über den Körper des Patienten zurück zum Gehäuse der Schrittmacherbatterie. Wegen einer Reihe von Nachteilen (Schrittmacherzucken, Störanfälligkeit durch äußere elektromagnetische Quellen) werden unipolare Sonden kaum mehr implantiert und sind durch bipolare Sonden ersetzt worden. Die linksventrikuläre Sonde eines biventrikulären Schrittmachers ist unipolar.
In der Psychologie unterscheidet man unipolare affektive Störungen (Depression oder Manie) von den bipolaren affektiven Störungen (die „manische-depressive“ Bipolare Störung).