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Das Universal Disk Format (UDF) ist ein von der Optical Storage Technology Association (OSTA) entwickeltes und spezifiziertes, vor allem bei DVDs verwendetes, plattformunabhängiges Dateisystem, welches zukünftig das ISO 9660-Format ablösen soll. UDF wurde als ISO 13346 normiert, das auch unter dem Namen ECMA-167 bekannt ist. Prinzipiell ist UDF jedoch für alle RW- und RO-Medien sinnvoll einsetzbar und eine leistungsfähige Alternative zum veralteten und unfreien FAT-Dateisystem.
Im Vergleich zu ISO 9660 fallen bei UDF einige Beschränkungen weg:
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Eine Kompatibilität von UDF-Medien zu ISO 9660 kann durch DVD MicroUDF mit einem ISO 9660 Level 3-Layer hergestellt werden; die so entstehende UDF/ISO-Bridge-Disc kann dann, je nach Treiber, als UDF- oder ISO-Medium identifiziert werden. Durch die UDF/ISO-Bridge ist ein älteres Betriebssystem oder Gerät, etwa beispielsweise Windows 95 oder ein gängiger DVD-Player, in der Lage, die enthaltenen Dateien aus dem ISO9660-Dateisystem zu lesen, während modernere Betriebssystem oder Geräte das ebenfalls enthaltene UDF-Dateisystem verwenden. Alle neueren Windows-Versionen unterstützen bereits den Lesezugriff auf UDF, jedoch nicht in jeder Version. Linux ab Kernel 2.6, Mac OS ab 8.6 und Windows ab Vista unterstützen UDF lesend und schreibend zumindest bis UDF 1.50.
UDF-CDs/DVDs/ISOs lassen sich z. B. mit den Brennprogrammen Nero (Windows), Toast (Mac OS), oder K3b (Linux) erstellen.
Das UDF-Format ist zudem das bevorzugte Dateisystem für Packet-Writing. Mit Packet-Writing ist es möglich, ein beschreibbares optisches Medium genauso wie eine Wechselfestplatte oder einen USB-Stick zu benutzen. Packet-Writing mittels UDF wird derzeit von fast allen Betriebssystemen unterstützt, prominenteste Ausnahme ist Windows XP, für das es jedoch zahlreiche Packet-Writing-Programme von Dritt-Anbietern gibt.
Die CD-Recording Funktion von Windows Vista formatiert CD-Rs auch ohne Zutun des Benutzers als UDF, teils noch bevor der Auftrag zum Schreiben einer Datei auf den Datenträger gegeben wurde. Die so automatisch erstellten CDs sind inkompatibel zu Windows 2000 und älteren Betriebssystemen.
Im Laufe der Jahre sind folgende Versionen von UDF erschienen:
UDF 1.0x findet man meist gemeinsam mit ISO 9660 als UDF/ISO-Bridge, um eine bessere Kompatibilität zu älteren Betriebssystemen und Geräten zu erreichen.
Für die Verwendung als Disketten-Ersatz, beispielsweise DVD-RAM oder Packet-Writing auf CD-R(W) und DVD±R(W) oder auch auf USB-Sticks, ist UDF erst ab Version 1.50 geeignet. UDF 1.50 wird jedoch erst von modernen Betriebssystemen (Windows ab Windows 2000 lesend und ab Windows Vista auch schreibend, Mac OS ab Mac OS 8.6 lesend und schreibend, Linux ab Kernel 2.4 lesend und ab Kernel 2.6 auch schreibend) unterstützt. Linux unterstützt im Gegensatz zu Windows UDF auch auf USB-Sticks oder Festplatten.