Das Wort Vignette leitet sich vom französischen «vigne» für Weinrebe ab. Es bezeichnet ursprünglich eine Randverzierung im Druckwesen. Inzwischen wird das Wort meist synonym für Aufkleber oder Siegel gebraucht.
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Als Buchschmuck bezeichnet es Weinranken, die ornamentartig den Text oder den Titel eines Buches verzierten (Titelvignette). Auch kleinere Zeichnungen oder Bilder, die einem gedruckten Text begleitend beigestellt werden und nicht als Karikatur, Cartoon o. ä. bezeichnet werden sollen, werden neutral als Vignette bezeichnet.
In der Literaturwissenschaft sind Vignetten kurze, impressionistische Szenen, die auf einen Moment fokussieren oder einen Eindruck über eine Figur, eine Idee oder einen Ort vermitteln. Diese Vignetten finden sich insbesondere bei Theaterstücken und Drehbüchern, aber auch in narrativen Texten wie Hemingways In Our Time. Die Vignette grenzt dabei an lyrische Formen.
In der qualitativen Forschung bezieht sich der Terminus auch auf kurze, in sich abgeschlossene Szenen in Beobachtungsprotokollen.
Häufig wird Maut mittels einer Vignette bezahlt. Die Autobahnvignette ist in diesem Fall ein Aufkleber, der auf die Windschutzscheibe geklebt wird und den Gültigkeitszeitraum angibt; bei einer Kontrolle kann somit schnell festgestellt werden, ob die Maut bezahlt wurde oder nicht. So werden Vignetten für die Maut auf den Autobahnen in Österreich und der Schweiz verwendet, weiters in Tschechien, der Slowakei, Slowenien und Rumänien.
In der Schweiz wird die Velovignette als Nachweis für die obligatorische Haftpflichtversicherung für Fahrräder angewendet.
In Österreich ist die Autobahnvignette nicht zu verwechseln mit der Prüfplakette in Österreich, die ugs. als Pickerl bezeichnet wird.