Ein WLAN-Sniffer ist ein Programm, das zum Auffinden und Abhören von Wireless LANs dient.
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Es gibt zwei Arten von WLAN-Sniffern: aktive und passive.
Zu dieser Kategorie gehört der recht verbreitete Netstumbler, der vor allem auf Windows-Systemen genutzt wird. Aktive WLAN-Sniffer senden sogenannte Probe-Request-Pakete an den Access-Point, welcher daraufhin mit einem Probe-Response-Paket antwortet. Es findet also eine explizite Abfrage statt. Anschaulich kann man das vielleicht folgendermaßen erklären: Der Sniffer ruft auf jedem Kanal „Hallo, ist da jemand?“ und jeder Access-Point, der diesen „hören“ kann (im aktuellen WLAN-Kanal), antwortet „Ja, hier ist ein Netz!“
Der bekannteste Sniffer dieser Kategorie ist u.a. der unter GNU/Linux weit verbreitete Sniffer Kismet. Zum Auffinden und Abhören wird die WLAN-Karte in einen Monitormodus (nicht zu verwechseln mit dem Promiscuous Mode, der eine Schicht höher arbeitet) geschaltet. Sie sendet nun keine Daten mehr, sondern reicht die empfangenen Pakete direkt und roh an den WLAN-Sniffer weiter. Damit kann der Benutzer des Sniffers erkennen, ob sich ein WLAN in Reichweite befindet und welche Parameter das Netz hat. Empfangen werden entweder die Nutzdaten (der normale Netzverkehr) des WLANs oder, wenn beispielsweise nachts der AP der einzige Knoten im WLAN ist, die sogenannten Beacons. Sobald ausreichend „Pakete“ (bis zu 10 Mio. – bei neueren Angriffen wie dem von KoreK genügen jedoch häufig schon 10 % oder weniger davon) gesammelt wurden, kann mit dem Erraten des WEP-Schlüssels begonnen werden. Passivscanner haben einige Vorteile gegenüber Aktivscannern:
WLAN-Sniffer werden auch von WarDrivern und WarWalkern zum Snarfing eingesetzt.
Das absichtliche Abhören oder Protokollieren von Funkverbindungen ist in Deutschland verboten, sofern es vom Netzbetreiber nicht explizit erlaubt wurde. Ungewolltes Abhören scheint nach dem Telekommunikationsgesetz erlaubt zu sein, jedoch ist eine Speicherung, Weitergabe oder Verwendung der so erlangten Daten ebenfalls nicht zulässig.
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