Wachsend kontextsensitive Sprachen (engl.: Growing Context Sensitive Languages, abgekürzt: GCSL) sind ein Begriff aus der Theorie der Formalen Sprachen, einem Teilgebiet der Theoretischen Informatik. Eine wachsend kontextsensitive Sprache wird mit formalen Grammatiken definiert, deren Regeln die folgende Eigenschaft haben: Die rechte Seite ist stets länger als die linke. Diese Sprachklasse hat in der Theorie folgende Bedeutung: Sie stellt eine echte Erweiterung der Klasse der kontextfreien Sprachen dar, bleibt aber eine Teilklasse von P. Robert McNaughton würdigte diese Klasse einmal mit dem Titel einer Arbeit: Hat Noam Chomsky eine Sprachklasse vergessen?
Analog zu den deterministisch kontextfreien Sprachen werden auch die deterministisch wachsend kontextsensitiven Sprachen definiert: Die deterministische Variante des charakterisierenden Automaten wird hier als Definition gewählt. Hier ist bekannt, dass diese Klasse mit den Church-Rosser-Sprachen übereinstimmt.
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1. Eine Grammatik G = (Σ,T,S,P) heißt streng monotone Grammatik, wenn folgendes gilt:
ist, (also eine Regel von G) und
, dann gilt:2. Streng monotone Grammatiken heißen auch wachsend kontextsensitiv
3. Die Klasse der Sprachen die von wachsend kontextsensitiven Grammatiken erzeugt werden, sind die wachsend kontextsensitiven Sprachen. Als Formelzeichen wird
geschrieben.
wird charakterisiert mit quasi streng monotonen Grammatiken.
ist mit schrumpfenden Zweikellerautomaten (sTPDA) charakterisiert.
ist charakterisiert mit azyklischen kontextsensitiven Grammatiken.Alle Sprachen, die von einem deterministischen schrumpfenden Zweikellerautomaten akzeptiert werden, heißen deterministisch wachsend kontextsensitiv.
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