| Webmin | |
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![]() Web basierendes Administrationswerkzeug für unixoide Betriebssysteme |
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| Basisdaten | |
| Entwickler: | Jamie Cameron u. a. |
| Aktuelle Version: | 1.441 (26. Oktober 2008) |
| Betriebssystem: | Linux/Unix/Windows |
| Kategorie: | Administrationswerkzeug |
| Lizenz: | BSD-Lizenz (Freie Software) |
| Deutschsprachig: | ja |
| www.webmin.com | |
Webmin ist ein freies Programmpaket zur Verwaltung eines Rechners mit einem Unix-artigen Betriebssystem aus der Ferne. Es lauscht im Hintergrund auf Anfragen aus dem Internet oder dem lokalen Netz. Mit jedem Webbrowser kann man nun von überall her (bekanntes Passwort vorausgesetzt) die verschiedenen Server-Prozesse oder Daemonen administrieren, die auf einem Unix-Rechner laufen. Daher der Name WebMin. Hierzu benötigt der administrierende Benutzer keinerlei Admin-Rechte, sondern lediglich Rechte für das Paket, das er administrieren soll. Diese Rechte werden vom Webmin-Administrator kontrolliert. So ist es z. B. möglich, einem Webmin-User nur die Administration von DNS zu erlauben, wofür er auf der Shell-Ebene Root-Rechte benötigen würde. (Hierfür gibt es allerdings auch ein spezielles Modul namens Usermin, das speziell auf die Bedürfnisse von Benutzern ausgerichtet ist, und eigenständig auf Port 20000 (Vorgabe) läuft – und systemkritische Komponenten schon von Haus aus außen vor lässt.)
Inhaltsverzeichnis |
Webmin ist in Perl programmiert und stark modularisiert. Es kann somit leicht den jeweiligen Bedürfnissen angepasst werden, was auch zulässig ist, da es unter der BSD-Lizenz veröffentlicht ist. Im Gegensatz zu Verwaltungswerkzeugen, die für bestimmte Linux-Distributionen entwickelt wurden (z. B. YaST für Suse Linux), ist Webmin für alle Unix-artigen Systeme wie Linux, Solaris, FreeBSD, OpenBSD, NetBSD, AIX, HP-UX oder Mac OSX geeignet.
Webmin eignet sich hervorragend für Lehrzwecke. Auszubildende können relativ gefahrlos in die Konfiguration von Servern wie Samba, Squid, DNS und dergleichen eingeführt werden, ohne sich gleich zu Beginn mit der oft komplizierten Syntax der Konfigurationsdateien befassen zu müssen.
Mittlerweile wurde damit begonnen, Webmin-relevante Teile für die Administration der Windows-Versionen beispielsweise von Apache oder auch MySQL für Windows-Versionen ab Windows 2000 umzuschreiben. Die Unterstützung ist jedoch rudimentär, allerdings muss auf diese Weise vorab keine Cygwin-Installation mehr erfolgen. Es reicht die Installation einer Portierung von Perl auf Windows (ActivePerl).
Technisch gesehen bietet Webmin nur eine grafische Oberfläche für die Veränderung der unter Linux/Unix verwendeten Konfigurationsdateien der jeweiligen Dienste. Dieser native Ansatz ermöglicht, die Konfiguration weiterhin neben Webmin auch manuell vorzunehmen und auch entsprechend übersichtlich zu halten.
Als Web-Interface setzt Webmin auf einen kleinen Webserver (miniserv.pl), der von einem etwa vorhandenen Apache unabhängig arbeitet. Das hat den Vorteil, Sicherheitseinstellungen individuell für Webmin machen zu können.
Freie Werkzeuge: SysCP | Webmin | ISPConfig | ispCP | Virtual Hosting Control System | CpVES
Proprietäre Werkzeuge: Plesk | Confixx | CPanel | H-sphere