Wertparameter (engl. call by value) sind Parameter von Unterprogrammen in Programmiersprachen, die die Übergabe, jedoch nicht die Rückgabe von Werten ermöglichen. Neben Wertparametern stehen oft auch Referenzparameter zur Verfügung, die neben einer Wertübergabe auch deren Rückgabe ermöglichen.
Die Programmiersprache C verwendet stets Wertparameter. (Auch Zeiger werden als Wertparameter übergeben.):
Funktion:
int test(int s1, int s2)
{
s1 = s1 * 3;
s2 = s2 * 4;
return(s1 + s2);
}
Aufruf:
int a = 4, b = 5, c;
c = test(a,b);
printf("%i, %i, %i", a, b, c);
Ausgabe:
4, 5, 32
In diesem Beispiel ist zu sehen, dass die beiden Variablen a und b lediglich ihre Werte an die Funktion test übergeben, aber im Gegensatz zu einem Referenzparameter dabei unverändert bleiben.
Felder werden in C stets als Zeiger übergeben.
Wird eine Zuweisung innerhalb des Unterprogrammes an einen Wertparameter vorgenommen, muss ein Compiler beim Unterprogrammaufruf eine Kopie des Parameters erzeugen. Hierfür ist sowohl Speicherplatz als auch Ausführungszeit erforderlich. Bei größeren Datenstrukturen, wie z. B. großen Feldern, kann dies problematisch sein.
Optimierende Compiler können automatisch ermitteln, ob eine solche Kopie nötig ist und gegebenenfalls darauf verzichten.