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Das Breitbildformat ist ein Format für den 35mm Kinofilm und stammt aus den 50er Jahren. Es hat in der Regel ein Seitenverhältnis von 2,35:1.
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Um auf ein herkömmliches Filmnegativ im Verhältnis 4:3 zu passen, muss es über spezielle Kameraoptiken in der horizontalen Achse gequetscht werden. Da die vertikale Achse normal abgebildet wird, die Horizontale aber gestaucht ist, kommt es zu einer gewollten photographischen ungleichmässigen Veränderung (ana = ungleich, Veränderung = morph). Daher werden die Optiken für diese Technik Anamorphoten genannt. Die ersten Optiken für das Breitbildformat dieser Art wurden vom US-Kamerahersteller Panavision entwickelt, der sie, wie alle seine Produkte, nicht verkauft sondern nur vermietet. Sie boten den Vorteil, das Filmnegativ zur Gänze zu nützen, dafür benötigten sie aber mehr Licht als herkömmliche Optiken.
Um das seitlich gequetschte 35mm Film-Negativ oder Positiv wieder in ein natürliches Bild im Seitenverhältnis 1:2,35 zu konvertieren müssen die Kinoprojektoren ebenfalls mit einem Anamorphoten ausgestattet sein. Vertikale feine Kratzer werden bei dieser Verbreiterung ebenfalls verbreitert, es kommt zu den klassischen breiten Kratzern abgespielter Kinofilme. Bei der korrekten Konvertierung des Breitwand-Filmformats enthält das Videobild mehr horizontale Bildinformationen als ein anamorphes 16:9-Signal.
Die Betrachtung eines Breitbildes auf einem 16:9-Breitwandfernseher lässt oben und unten schwarze Streifen erscheinen (wie bei Letterbox-Signalen), die ein fester Bestandteil des DVD-Datenstroms bzw. -Videosignals sind. Bekannt ist dieses Format im Kino hauptsächlich unter der Bezeichnung Cinemascope.
Der Begriff „Breitbild“ (engl.: „widescreen“) wird allgemein, etwa bei der Vermarktung von DVD- und VHS-Filmen, für alle Bildformate verwendet, die breiter als das Format von 1,33:1 (4:3) sind, unabhängig davon, ob der Film im Letterbox-Format innerhalb eines 4:3-Rahmens oder anamorph gespeichert ist – in der Regel in Formaten ab etwa 1,66:1, häufig 2,35:1 und bis hin zu 2,76:1.