Eine Zählröhre, weitere Namen sind Dekatron (weil sie meist eine Dekade zählen kann) und Trochotron, ist eine spezielle Röhre (Elektronenröhre oder eine Röhre mit Gasfüllung und Glimmentladung), die durch Ablenkung eines Elektronenstrahles beziehungsweise mithilfe von Glimmentladungen und deren negativem differenziellen Innenwiderstand zählen kann. Solche Zählröhren werden heute nicht mehr eingesetzt.
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Dazu sind in der Röhre in der Regel zehn Glimm- und Anzeige-Kathoden untergebracht, die, voneinander durch Isolier-Einbauten getrennt, jedoch gemeinsam gespeist, einer Anode gegenüberstehen. Zwischen den Kathoden wechselt eine Glimmentladung, wenn an einer Hilfselektrode ein Triggerimpuls erzeugt wird. Dabei springt die Entladung von einer Kathode zur nächstfolgenden.
Der Innenaufbau ist so gestaltet, dass
Manche dieser Röhren erfordern auch ein zusätzliches externes Flip-Flop[2].
Diese Röhren zeigen ebenfalls an, es ist dazu jedoch ein Fluoreszenz-Leuchtstoff erforderlich. Ein Beispiel ist die E1T[3], die bis zehn zählen kann. Sie kann mit bis zu 30 kHz zählen.
Die 6710[4] kann bis 10 kHz (unter geeigneten Bedingungen bis über 2 MHz) schnell zählen. Sie benötigt ein vorgeschaltetes Flip-Flop.
Solche Zählröhren wurden unter anderem in Zählern, Kurzzeitmessern und - zusammen mit Zählrohren - zur Ereigniszahl-Anzeige in Radioaktivitäts-Messgeräten eingesetzt.
Mehrere solcher Röhren konnten zu mehrstelligen Zählern zusammengeschaltet werden.
Viele Zählröhren können in beiden Richtungen zählen.
nicht zu verwechseln mit:
Zählrohr
Digitron
Ziffernanzeige