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Zeilenfall

26. Sep 2008, 09:27

Als Zeilenfall bezeichnet man das Satzbild untereinander stehender Zeilen. Je nach Satzart gilt es, dabei verschiedene Dinge zu beachten:

  • Beim Flattersatz (auch: offener Zeilenfall) achtet man auf einen deutlichen Kontrast zwischen kurzen und langen Zeilen. Dabei ist neben dem harmonischen Gesamtbild auch die Textlogik zu berücksichtigen: Zusammengehörende Satzteile sollten nach Möglichkeit nicht auseinander gerissen werden, dennoch sollte man zu kurze oder zu lange Einzelzeilen vermeiden.
    • Mittelachsensatz (zentrierter/axialer Zeilenfall) ist eine Sonderform des Flattersatzes
  • Beim Blocksatz oder geschlossenen Zeilenfall hat man hingegen eine klare rechte Kante ohne Flatterrand. Durch entsprechende Worttrennungen und Ausgleichen der Wortzwischenräume (das Austreiben) sollte man Löcher- oder gar Gassenbildungen in der Textfahne verhindern.

Angestrebt wird in beiden Fällen ein harmonisches Gesamtbild mit einheitlicher Grauwirkung, d.h. homogener optischer Dichte ohne helle Löcher oder Gassen im Text.

[Bearbeiten] Siehe auch

  • Leserlichkeit – zum Einfluss des Zeilenfalls auf das Texterkennen

[Bearbeiten] Literatur

  • Helmut Hiller und Stephan Füssel: Wörterbuch des Buches. Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 2006, ISBN 978-3-465-03495-7.
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