16.04.2004 22:08

High Definition Audio-Standard ist fertig

Intel hat die Richtlinien v1.0 für seinen High Definition Audio-(HD Audio-) Standard freigegeben und ersetzt damit die veraltete AC'97 Spezifikation, die vor rund einem Jahrzehnt entwickelt worden ist. Insgesamt waren mehr als 80 Unternehmen an der Entwicklung der neuen Spezifikation beteiligt.

Dazu zählen Herstellern von PCs und Unterhaltungselektronik ebenso wie Anbieter von Codecs und Software. Gemeinsam hat diese Industriegruppe eine nach eigenen Angaben flexible, dynamische, preiswerte und stabile Audioarchitektur ins Leben gerufen, die über genügend Leistungsspielraum für zukünftige Entwicklungen verfügt.

Die HD Audio Spezifikation soll die Wiedergabe durch ein verbessertes Klangerlebnis bereichern und zu einer höheren Qualität bei der Eingabe für Sprach- und Kommunikationsapplikationen führen. Teilweise ist diese höhere Audioqualität auf ein Upgrade der Architektur sowie eine höhere Bandbreite mit bis zu 192 kHz, 32-bit, Multichannel Audio zurückzuführen. Die Audioeingabe profitiert von der verbesserten Unterstützung für Multichannel Array Mikrophone, einer dynamisch zugewiesenen Bandbreite sowie einer größeren Flexibilität bei der Konfiguration von Audiogeräten. Keine Frage, da müssen sich selbst profilierte Soundkarten-Hersteller wie Terratec oder Creative warm anziehen, zumal der neue Audio-Standard auch ein Dolby-Logo erhalten wird.

Die HD Audio Architektur ist kompatibel zur Universal Audio Architecture (UAA) von Microsoft. Techniker beider Unternehmen haben bei der Entwicklung der Spezifikation eng zusammen gearbeitet. Ziel der Microsoft Universal Audio Architecture Initiative ist es, Windows Audio Class Treiber für High Definition Audio, USB Audio sowie 1394 Audio Technologien zu erstellen und zu pflegen.

Wie bereits AC'97 verursacht die HD Audio Architektur nur geringe Kosten und verbessert die Audionutzung und die Stabilität von PC Audiobauteilen, die direkt auf dem Motherboard untergebracht sind. Es wird erwartet, dass Systeme mit HD Audio später in diesem Jahr erhältlich sein werden. Dazu gehört auch Intels Chipsatz der nächsten Generation mit Codenamen Grantsdale, der als i915 den Markt erreichen wird, ebenso wie der Intel Alderwood (i925X) und Chipsätzen aus anderen Häusern. So wird SiS mit der SiS966 Southbridge auf den, bis vor kurzem, unter dem Codenamen Azalia bekannten Standard aufspringen; auch VIA und ALi/ULi arbeiten an entsprechenden Produkten.

Mehr zum Thema

  • „SandForce inside“

    Test: Intel SSD 520 Series 240 GB

    Mit der SSD 520 Series setzt Intel erstmals auf einen Controller von SandForce. Eine eigene Firmware und intensive Tests sollen für eine hohe Leistung und Zuverlässigkeit sorgen.

    Mo 17:00 80 Kommentare
  • 25-nm-SLC-NAND von Intel und gemeinsamer Controller

    Hitachi erweitert Enterprise-SSD-Portfolio Update

    Fr 18:30 14 Kommentare
  • Topnews

    Gerüchte zu Intels neuer CPU-Architektur

    Intel „Haswell“ ab März 2013 mit enormer Grafikleistung?

    Während die ersten in 22 nm gefertigten Prozessoren von Intel in Form von „Ivy Bridge“ Gerüchten zufolge bereits im April erscheinen sollen, taucht deren Nachfolger namens „Haswell“ nun erstmals auf einer Intel-Roadmap auf. Zudem mehren sich die Gerüchte um eine enorme Leistungssteigerung der integrierten Grafik.

    Do 19:01 101 Kommentare
  • 88 Millionen US-Dollar pro Jahr

    HP zahlt(e) Intel 690 Mio. für Itanium-Support bis 2017

    2. Feb 2012 14:16 28 Kommentare
  • Topnews

    Mehr Kerne fürs margenträchtige Geschäft

    Intels „Ivy Bridge-EP“ mit zehn Kernen gesichtet

    Der Start der ersten „Ivy Bridge“ als Desktop- und Notebook-Prozessoren steht kurz bevor, doch dies ist nicht die einzige Baustelle, an der die 22-nm-Fertigung zum Einsatz kommen soll. Denn auch das Server-Segment soll einmal davon profitieren, weshalb erste Samples der dafür gedachten „Ivy Bridge-EP“ bereits im Umlauf sind.

    2. Feb 2012 11:54 83 Kommentare
Themenseiten:

Anzeige