In der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung ist heute ein interessanter Artikel zu lesen. So wird bestätigt, was viele Käufer bereits geahnt, aber schriftlich nie so dargestellt bekommen haben. Demnach sind die Anbieter, die am lautesten schreien, oft die teuersten.
Bei Stichproben von 21 häufig verkauften Artikeln aus den Bereichen TV-Geräte, MP3-Player, Digitalkameras, Camcorder, Drucker, Hifi-Anlagen und Receiver kamen in München und Berlin erstaunliche Ergebnisse ans Tageslicht. In München beispielsweise gehörten laut dem Bericht die Media- und Saturn-Märkte in fast dreiviertel der Fälle zu den teureren Anbietern: Kostete eine Heimkino-Anlage von Sony im Media-Markt 1299,– Euro, war sie bei der Konkurrenz, die ohne großes Geschrei und oft aufdringliche Werbung auskommt, bereits für 1199,– Euro zu haben.
Da beide Firmen zum Mutterkonzern Metro gehören, scheint dies nicht sehr zu verwundern. Zur Strategie der Firmen gehörten einige wenige Tiefpreis-Angebote, die jedoch schnell ausverkauft seien. Zudem würden häufig ältere Geräte angeboten, bei denen angeblich große Sparmöglichkeiten locken, die Kunden allerdings in die Irre führen.
Als erste Folge wollen in der kommenden Woche Verbraucherschützer Klage gegen beide Firmen erheben.
