Im Rahmen einer IDF-Keynote hat Intel weitere Details und Benchmarks zum Core-2-Nachfolger mit dem Codenamen „Penryn“ veröffentlicht. Das neue Flaggschiff auf Basis des neuen 45-nm-Herstellungsprozess besitzt vier Kerne, taktet mit 3,33 GHz bei einem FSB von 1.333 MHz und verfügt über 12 MB Cache.
Die ersten Zahlen beeindrucken: 40 Prozent mehr Leistung in 3D-Spielen, beim 3D-Rendering rund 25 Prozent mehr, sowie, dank neuer SSE4-Beschleunigung, auch beim Video-Encoding noch bis zu 20 Prozent Leistungsgewinn und immerhin noch 15 Prozent mehr bei der Bildverarbeitung. Diese Zahlen beziehen sich aber nicht auf irgend ein älteres Vorgänger-Modell, sondern den direkten Vergleich zum kürzlich neu eingeführten Core 2 Extreme QX6800 mit 2,93 GHz, 8 MB L2-Cache und einem FSB von 1.066 MHz. Als Testgrundlage diente ein modifiziertes Mainboard Intel D975XBX2 Rev. 505 mit Dual-Channel (2x1GB) DDRII 800 5-5-5-15, gepaart mit einer ASUS EN8800GTX sowie einer 300-GB-SATA-Festplatte mit NCQ. Als Betriebssystem kam Windows Vista 32 bit zum Einsatz.
Das Modell für die Benchmarkgruppe der „HPC“-Applikationen basiere auf den kommenden Xeon-Prozessoren, welche über fast identische technische Merkmale verfügen, aber auf einen gesteigerten Frontside-Bus von 1.600 MHz setzen (Stoakley-Plattform). Die Unterschiede von bis zu 45 Prozent bezieht sich auf das gerade vorgestellte Modell Xeon X5355, welches zur Bensley Plattform gehört.
Große Erwartungen setzt Intel in die neuen SSE4-Instruktionen. Der Penryn wird erstmal die 47 neuen Befehle für verbesserte Leistung im Bereich Grafik und Video mit sich bringen. Erste Benchmarks mit geeigneten Applikationen (z.B. dem kommenden DivX 6.6) sprechen ein deutliches Bild.
ZU guter Letzt gab Intel einen Ausblick auf die weiteren Vorhaben. Ähnlich einer alten Uhr will Intel im „Tick-Tock-Verfahren“ Neuheiten präsentieren. Im Großen und Ganzen soll dies alle zwei Jahre der Fall sein. Auch weitere Informationen rund um die komplette Produktpalette der Penryn-Generation stellte Intel auf dem IDF dar. Zu sehen sind auch die Angaben über das Thermal Design Power (TDP) der einzelnen Vertreter. Erfreulich ist hierbei, dass Intel die 130-Watt-Marke nur beim Quad-Core-Flaggschiff der Desktop-Reihe erreichen wird. Alle anderen Ableger siedeln sich darunter an. Vor allem die Dual-Core-Modelle können mit einer TDP-Angabe von 65 Watt auftrumpfen, entsprechende Xeon-Modelle mit zwei Kernen wird es auch in einer 40-Watt-TDP-Variante geben.






