18.01.2009 06:11

Details zu Intels 5er-Chipsätzen für 2009/2010

Die Kollegen von HKEPC haben auf ihrer Webseite eine ganze Reihe neuer Informationen über die kommende Generation der Intel Chipsätze in Form der 5-Series veröffentlicht, die weiteren Aufschluss darüber geben, was uns mit Intels neuer Mainstream-Plattform auf Basis der Prozessoren „Lynnfield“ und „Havendale“ erwartet.

Insgesamt umfasst die neue Serie – abgesehen vom bereits erhältlichen X58 – passend zum Namen vorerst fünf verschiedene Modelle, die sich in puncto Ausstattung und letztlich auch im Preis unterscheiden werden:

Funktion Q57 P57 P55 H57 H55
CPUs Lynnfield
Havendale
Lynnfield
Havendale
Lynnfield
Havendale
Lynnfield
Havendale
Lynnfield
Havendale
Flexible Display Interface Ja Nein Nein Ja Ja
2x PCIe x8 Nein Ja Ja Nein Nein
ATM 6.0 Ja Nein Nein Nein Nein
Remote PC Assist Ja Nein Nein Ja Nein
Braidwood Support Ja Ja Nein Ja Nein
Rapid Storage Technology
Coral Harbor Nein Ja Nein Nein Nein
Remote Wake Technology Nein Nein Nein Ja Ja
Quiet System Technology Ja Ja Nein Ja Ja
USB 2.0 14 14 14 14 12
PCIe x1 8 8 8 8 6
S-ATA-Ports 6 6 6 6 6
PCI 4 4 4 4 4
Start Q1 / 2010 Q1 / 2010 Q3 / 2009 Q1 / 2010 Q1 / 2010

Unter den fünf Modellen der mit Codename „Ibexpeak“ laufenden Serie befindet sich praktisch kein Chipsatz, welcher alle Funktionen zusammen vereint. Jeder Chipsatz hat seine individuellen Stärken und Schwächen. Bis auf den H55 bieten alle Chipsätze maximal vierzehn USB2.0-, acht PCIe x1 und sechs Serial-ATA-Ports. Der H55 besitzt mit zwölf USB2.0-Ports und sechs PCI Express x1-Links eine geringfügig schlechtere Ausstattung. Allen fünf Chipsätzen gemein ist die Unterstützung von vier herkömmlichen PCI Geräten. Darüber hinaus bieten jeweils die Modelle mit der Endung -7 Unterstützung für Intels kommende „Braidwood“-Technologie für die Ansteuerung von Flashspeicher mittels eines im Chipsatz integrierten NVMHCI (Non-Volatile-Memory-Host-Controller-Interface) in Verbindung mit der „ONFI“ 2.0-Schnittstelle (Open NAND Flash Interface), die pro Kanal eine Übertragungsrate von 133 MB pro Sekunde erlaubt. Im Zusammenspiel der Intel Rapid Storage Technologie und entsprechender Firmware können so häufige Datenzugriffe auf einem schnellen Flash-Speicher zwischengespeichert werden, sodass bei Bedarf ein schnellerer Zugriff im Vergleich zu einer normalen Festplatte möglich ist. Beispielsweise soll so der Boot-Vorgang um einige Sekunden beschleunigt werden können.

Nehalem Chipsatz Blockdiagramm

Mit Ibexpeak verabschiedet sich Intel von dem traditionellen Drei-Chip-Design bestehend aus Prozessor, Northbridge (MCH – Memory Controller Hub) und Southbridge (ICH – I/O Controller Hub). In Zukunft werden North- und Southbridge in einem einzelnen Chip (PCH – Plattform Controller Hub) zusammengefasst. Da mit der Nehalem-Generation der Speichercontroller erstmals bei Intels x86-Prozessoren im Prozessor integriert ist und im Falle von Havendale sogar eine integrierte Grafik-Einheit in das CPU-Package gebannt wurde sind so deutlich kompaktere Designs möglich. Der Start bleibt voraussichtlich dem P55 allein vorenthalten, der noch im dritten Quartal dieses Jahres erscheinen soll. Die restlichen Modelle stehen für das erste Quartal 2010 auf dem Plan.

Autor: Simon Knappe  Quelle: HKEPC

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