15.06.2009 13:07

Asus Maximus III Formula für Lynnfield-CPUs

Asus hat wenige Tage nach der Computex auf einem Event in Köln ein weiteres, sehr frühes Design des kommenden „ROG Maximus III Formula“ gezeigt. Dieses fasst eine Intel-CPU des Typs LGA1156, womit das Produkt den kommenden Lynnfield-Prozessor tragen kann, der die Nehalem-Architektur in das Mid-Range-Segment bringen wird.

Das Maximus III Formula hat von Asus eine neue Farbgebung spendiert bekommen und setzt nun auf eine Mischung aus Rot und Schwarz. Um welchen Chipsatz es sich genau handelt, wollte man leider nicht bekannt geben, jedoch handelt es sich mit großer Sicherheit um den P55, den „Standard-Chipsatz“ für den LGA1156-Prozessor, von deren Sorte Asus auf der Computex bereits viele Platinen gezeigt hat. Das neue Mainboard kommt unter anderem mit drei PCIe-x16-Lanes daher, die im CrossFire-Modus (SLI wird wahrscheinlich auch möglich sein) mit je acht PCIe-x16-Links angesteuert werden.

Darüber hinaus gibt es noch einen PCIe-x1- sowie zwei altgediente PCI-Slots. Datenträger können mittels sechs SATA-II-Ports (zwei weitere „Spezialanschlüsse“, siehe unten) angesteuert werden, wobei man auf den neuen SATA-III-Standard verzichtet. Dasselbe gilt übrigens für USB 3.0, obwohl es bereits Prototyp-Mainboards von Asus gibt, die mit beiden Standards umgehen können. Der Grund wird wahrscheinlich in der Auslegung der Formula-Serie zu suchen sein, die sich eher an preisbewusste sowie anspruchsvolle Käufer, aber nicht an Enthusiasten richtet.

Vier Speicher-Slots sowie ein IDE-Anschluss runden die Primärausstattung ab. Auf der I/O-Blende findet man acht USB-, einen eSATA-, einen FireWire- sowie einen PS/2-Anschluss vor. Die Kühlung ist auf dem Maximus III Formula recht zurückhaltend und einfach gehalten. Eine niedrige Bauhöhe ist durch die Bank gewährleistet, wobei der klassische „Northbridge-Kühler“ (das Maximus III Formula hat keine gewöhnlich platzierte Northbridge mehr, sondern stattdessen dort einen „Tuning-Chip“) in der finalen Version noch etwas flacher werden soll.

Zusätzlich hat sich Asus auf dem Maximus III Formula ein paar Besonderheiten einfallen lassen. Bereits bekannt sind zwei spezielle SATA-II-Ports, die rot gekennzeichnet sind. Diese erstellen sofort eine RAID0-Verbindung, ohne dass der Nutzer diese erst initialisieren muss. Neu entwickelt hat Asus für das Maximus III Formula unter anderem das Feature „MemOK!“. MemOK! soll vor allem bei hochgezüchteten, neuen OC-Speichermodule von Nutzen sein, wenn diese auf dem Mainboard nicht korrekt funktionieren und deshalb ein Booten verhindern.

Durch ein zwei-sekündiges Drücken des MemOK!-Button auf der Platine, lässt das Mainboard einen Speichertest laufen, was ein normales Booten ermöglichen soll. Den meisten Aufwand hat Asus mit „ROG Connect“ betrieben. So findet man auf er I/O-Blende einen schräg platzierten USB-Port vor, der aber kein gewöhnliches USB-Gerät ansteuern kann. Mittels eines leicht modifizierten (und mitgelieferten) USB-Kabels kann man einen anderen Rechner oder ein Notebook mit dem Maximus III Formula verbinden, das dann auf spezielle BIOS-Funktionen der Platine zugreifen und diese verändern kann.

So kann man zum Beispiel den Rechner ausführlich „On The Fly“ übertakten, ohne die Einstellungen im BIOS durchführen zu müssen. Durch ein spezielles Tool kann man die Einstellungen auf dem Zweitrechner durchführen, während auf dem Ziel-Rechner keine Software installiert werden muss. Auch BIOS-Updates sind so möglich, selbst wenn der Rechner nach einem misslungenen Update nicht mehr startet.

Zu guter Letzt erhält der Käufer des Maximus III Formula noch „ROG Game First“. Dieses soll von Vorteil für Internetspieler sein, die gleichzeitig zum Beispiel einen Upload aktiv haben. ROG Game First erkennt dann den Spieldatenverkehr und behandelt diesen bevorzugt, sodass es zu keinem störenden Lag während der Internetpartie kommt, obwohl gleichzeitig ein gesonderter Upload gestartet ist.

Wann genau und für welchen Preis Asus das Maximus III Formula anbieten wird, ist noch unbekannt. Voraussichtlich wird das Mainboard passend zum Lynnfield-Start im September in den Handel kommen.

Autor: Wolfgang Andermahr  Quelle: Eigene

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