In einem inzwischen hunderte Beiträge zählenden Forenthema bei WoW Europe beschweren sich Spieler des Online-Rollenspiels „World of Warcraft“ über eine Funktion im „Arsenal“ genannten Charakter-Webkatalog, die es erlaubt, bis zu fünfzig der letzten Spieleraktivitäten in Blizzards Onlinewelt nachzuvollziehen.
In den Screenshots ist das beanstandete Problem am Beispiel des Charakters „Babajaaga“ deutlich zu sehen. Unter „Charakter-Aktivitäten“ oder im dazugehörigen Atom-Feed sind die letzten 50 Schritte in der Charakterlaufbahn für jede Person einsehbar. Unser Proband hat beispielsweise am 8. Januar, einem Freitagabend, eine ausgiebige Tour durch die virtuelle Welt unternommen und dabei so manche Gegner besiegt. Solange man die Informationen keiner Privatperson zuordnen kann, scheint dieses Feature von Blizzard harmlos zu sein. Kennen sich Mitspieler allerdings persönlich, weil sie miteinander befreundet oder gar verwandt sind, könnten die Daten unliebsame Folgen haben – etwa wenn es darum geht, den Vorwurf exzessiven Spielens zu untermauern. Eine Reaktion auf die Vorwürfe gegen Blizzard, an dieser Stelle die Privatsphäre der eigenen Kunden nicht angemessen zu würdigen, steht bislang noch aus. Es stellt sich allerdings die Frage, inwieweit der Mehrwert dieser Funktion den Ärger vieler potenzieller und tatsächlicher Kunden aufwiegt.




Ja, als Betrachter kann man einstellen, was man sehen möchte. Für den Charakter-Besitzer gibt es hingegen keine Möglichkeit zu bestimmen, was öffentlich ist und was nicht.
Ich sehe in der Newsmeldung keine geäußerte Meinung. Der von dir zitierte Satz soll nur ein Denkanstoß sein, um mal darüber nachzudenken, ob man solche Web-Spielereien wie dieses Aktivitäts-Feed braucht, oder ob es nicht sinnvoller wäre, in diesem Fall dem Datenschutz Vorrang zu gewähren und das Feature entweder deaktivierbar zu machen oder einfach zu entfernen.