03.02.2010 21:47

Intel: Erste Details zu 6-Kern-Westmere-CPU (Update)

Wenige Tage vor dem Start der International Solid State Circuits Conference 2010 in San Francisco hat Intel erste öffentliche Details zum kommenden Sechs-Kern-Prozessor auf Basis der 32-nm-Westmere-Architektur preisgegeben. Primäres Ziel dieser CPUs ist das Server-Segment, mit dem „Gulftown“ wird es aber auch normale Desktop-Ableger geben.

Der Sechs-Kern-Prozessor besitzt satte 1,17 Milliarden Transistoren, was zum Großteil wie üblich dem schnellen Zwischenspeicher, der mit 12 MByte für den L3-Cache deutlich größer ausfällt als bei bisherigen (Desktop-)Modellen, geschuldet ist. Zum Vergleich gibt Intel noch einmal die Zahlen des Zwei-Kern-Prozessors auf Basis der gleichen Architektur mit 4 MByte L3-Cache an, der lediglich 348 Millionen Transistoren besitzt.

Westmere mit sechs Kernen

Das Einsatzgebiet für die neuen Westmere-Prozessoren mit sechs Kernen ist in erster Linie das Server-Segment. Dort kommt auch die entsprechende QPI-Anbindung bei Zwei-Sockel-Systemen zum Tragen, die jedem Prozessor 6,4 GT/s zuspricht. Untereinander kommunizieren die CPUs ebenfalls mit diesem Takt. Basis für die Prozessoren ist der bereits bekannte Sockel LGA1366 und die dazugehörigen Chipsätze aus dem Desktop- und Server-Bereich. Daraus folgt auch die entsprechende Unterstützung für DDR3-Speicher in drei Kanälen. Darüber hinaus bieten die Sechs-Kern-Prozessoren weitere Stromsparfeatures, Hyper-Threading, Turbo-Modus und die AES-NI sind ebenfalls mit an Bord.

Anbindung von zwei Westmere mit sechs Kernen

Weitere Details wird Intel in mehreren Vorträgen im Rahmen der am 7. Februar startenden International Solid State Circuits Conference bekannt geben.

Update 04.02.2010 11:29 Uhr

Die Kollegen von Anandtech durften anscheinend noch ein wenig mehr verraten. Demnach beträgt die Chipgröße des Sechs-Kern-Prozessors lediglich 240 mm² und ist damit deutlich kleiner als der Die eines Lynnfield-Quad-Core-CPUs, der es auf 296 mm² bringt. Auch die „Bloomfield“ werden mit einer Die-Größe 263 mm² noch unterboten. Rein rechnerisch entspricht der Neuling damit fast genau dem dreifachen der Clarkdale-Zwei-Kern-Prozessoren, die eine Die-Größe von 81 mm² besitzen. Der Punkt mit der dreifachen Größe ist auch bei den Transistoren zu sehen, denn ein Clarkdale bringt es auf 384 Millionen, der Gulftown bekanntlich auf 1,17 Milliarden.

Autor: Volker Rißka  Quelle: Pressemitteilung

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