AMD stellt FX-4350 und FX-6350 auf Vishera-Basis vor

Update Wolfgang Andermahr
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Mit dem Vishera-Chip hat AMD gegenüber dem Bulldozer einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht und damit ein gutes Stück auf Intels Ivy-Bridge-Generation aufholen können, sodass der schnellste FX-8350 durchaus eine interessante Alternative darstellen kann.

Bereits seit längerem war ersichtlich, dass AMD die aktuelle Vishera-Produktpalette weiter ausbauen möchte und dementsprechend den FX-4350 sowie den FX-6350 vorstellen wird. Dies hat AMD mittlerweile getan, wobei beide CPUs ein wenig schneller als der bereits bekannte FX-4300 und der FX-6300 arbeiten sollen.

Der FX-6350 kommt mit drei Modulen daher und kann damit sechs Threads gleichzeitig bearbeiten. Die Taktrate hebt AMD gegenüber dem FX-6300 um 400 MHz auf 3,9 GHz beim Basistakt und um 100 MHz auf 4,2 GHz beim Turbo an. Im gleichen Atemzug steigert sich die TDP von 95 Watt auf 125 Watt.

Ähnlich sieht es beim FX-4350 mit zwei Modulen (vier Threads) aus. Der Basistakt wird von 3,8 GHz beim FX-4300 auf 4,2 GHz angehoben, die Frequenz des Turbos steigert sich von von 4,0 GHz auf 4,3 GHz. Die TDP liegt ebenso bei 125 Watt anstatt 95 Watt. Erwähnenswert ist darüber hinaus eine Vergrößerung des L3-Caches, der nun nicht mehr vier, sondern gleich acht Megabyte wie bei den Drei-Modul-Prozessoren aufweist.

Trotz der besseren Leistung soll sich an den Preisen nichts ändern. Die Preisangabe für den FX-4350 liegt bei 122 US-Dollar, der FX-6350 soll zehn Dollar mehr kosten. In Deutschland wechselt der FX-4300 aktuell für 99 Euro den Besitzer, der FX-6300 für kaum teurere 100 Euro. Die neuen Vishera-CPUs sind noch nicht gelistet.

Update

Mittlerweile sind die neuen CPUs im deutschen Online-Handel gelistet und bei zahlreichen Anbietern als lagernd vermerkt. Der FX-4350 ist ab 109 Euro, der FX 6350 ab 114 Euro zu bekommen. Damit fallen die neuen CPUs aktuell zwölf respektive vierzehn Prozent kostspieliger aus als die Modelle FX-4300 und FX-6300.