Erste Tests und Meinungen zur Matrox Parhelia (Update)
28. Juni 2002, 16:08
Die ersten Parhelia Karten mit 128 MB werden in Kürze im Handel zu einem empfohlenen Verkaufspreis von 549 Euro auftauchen. Im Internet sind nun die ersten Testberichte über eben diese Grafikkarte mit Triple-Monitor-Support und vielen netten theoretischen Features einsehbar.
Das derzeit zu ziehende Fazit ist einfach enttäuschend. Die Treiber wirken unausgereift, Fragment Anti-Aliasing arbeitet teilweise noch fehlerhaft und die theoretische Leistung kann nur in geringen Maßen umgesetzt werden. Näheres dazu in den ersten Reviews der Karte:
Auch John Carmack, der momentan mit der Entwicklung von Doom 3 beschäftigt ist, hat sich zu der Leistung der Parhelia kurz geäußert. So wird die Karte zwar genügend Leistung für Doom 3 aufbringen, steht jedoch in keiner Konkurrenz zum ATi Radeon 8500 oder nVidia GeForce4 Ti4600.
Weiterhin heißt es, dass keine (bzw., nicht alle) der neuen Features der Parhelia für Doom 3 besonders hilfreich sein werden.
Die kompletten Aussagen Carmacks gibt es im letzten Plan-File Update zu lesen. Auch in unserem Forum wird die Leistung der Parhelia bereits heiß diskutiert.
(Update) In einer weiteren Stellungnahme, die unteranderem an Position 24 in den Kommentaren zu dieser News zu finden ist, hat Carmack zumindest einen Teil seiner Kritik an der Parhelia zurück genommen. So hat sich das zuerst kritisierte "Displacement Mapping" doch als tauglich erwiesen, auch wenn es in Doom III noch keine Verwändung finden soll.
Darüber hinaus konnte Carmack nun auch eine '3Dlabs P10' genauer unter die Lupe nehmen und scherzhaft fügt er hinzu, dass der erste Eindruck oftmals über die weitere Arbeit mit einer Grafikkarte entscheidend ist. So frohr er den Kontak mit ATI kurzerhand ein, nachdem deren erstes Modell der 8500 die Konsole nicht korrekt darstellen konnte.
Allerdings scheint der P10 mit den an ihn gestellten Anforderungen bis auf einen Ausrutscher zurecht gekommen zu sein.
Interessant sind darüber hinaus auch Carmacks Ausführungen über die Experimente mit OpenGL 2.0 und dem Rendern von sieben Texturen in einem Durchlauf auf der P10.