Nvidia: „Kepler“ und „Maxwell“ folgen „Fermi“

Wolfgang Andermahr
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Zur Eröffnung der GPU Technology Conference hat Nvidias CEO Jen-Hsun Huang eine Roadmap für die kommenden Grafikchips veröffentlicht. Damit geht das Unternehmen erstmals weit vor dem Start der kommenden Generationen in die Öffentlichkeit. „Fermi“ wird demnach 2011 von „Kepler“ abgelöst, 2013 folgt „Maxwell“.

„Kepler“ soll auf die neue 28-nm-Fertigung setzen. Das größte Augenmerk hat Nvidia nach eigenen Angaben auf das Performance-per-Watt-Verhältnis gelegt, das mit der neuen GPU um den Faktor drei bis vier gegenüber Fermi steigen soll. Dabei bezieht sich Huang aber einzig auf die Double-Precision-Performance und nicht auf die allgemeine Geschwindigkeit. Als Release-Zeitraum gibt Nvidia groß das Jahr 2011 an, während gleich mehrere Milliarden US-Dollar an Forschungs- und Entwicklungskosten für diesen Schritt geplant sind.

Nvidia-Roadmap
Nvidia-Roadmap

2013 steht dann die nächste Architektur vor der Tür, die den Codenamen „Maxwell“ tragen wird und erneut das Performance-per-Watt-Verhältnis in Bezug auf Double Precision stark anheben soll. In Bezug auf Fermi wird diese laut Angaben in der Keynote gar um den Faktor 16 steigen. Zeitgleich hat Huang zugegeben, dass die aktuelle Marschrichtung, die man mit Fermi eingeschlagen hat, in Zukunft nicht weiter sinnvoll ist, da die Leistungsaufnahme andernfalls zu stark zunehmen würde. Die nachfolgenden Generationen nach Maxwell sollen die Effizienz dann in ähnlichen Maßen weiter verbessern.

Wie Nvidia genau das Ziel erreichen möchte, bleibt vorerst noch offen, allerdings soll es große Änderungen nicht nur in der Architektur sowie dem Fertigungsprozess, sondern genauso in der Software geben. Als Features für die Zukunft stellt Nvidia unter anderem „Virtual Memory“ in Aussicht, sowie das die GPUs unabhängiger von der CPU arbeiten können sollen, ohne sich gegenseitig zu blockieren.