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Quo vadis, Pentium (4) M?

8. Juli 2004, 06:44

Während sich Intel im Desktop- und Workstation-Bereich einen erbitterten Kampf mit dem Erzrivalen AMD liefert, herrscht bei Notebooks für den weltweit größten Hersteller von Prozessor noch Friede, Freude, Eierkuchen. Wirft man einen Blick auf die Zukunftspläne Intels, scheint sich diese Situation so schnell auch nicht zu ändern.

So werden wir noch im vierten Quartal dieses Jahres einen Pentium M auf Basis des Dothan-Kerns mit 2,1 GHz (Pentium M 765) sehen können. Dieser wird noch einen Frontside-Bus von 400 MHz besitzen. Beim Launch wird diese CPU bei der Abnahme von tausend Stück 640 US-Dollar kosten. Das Modell mit 2 GHz ist dann schon für 420 US-Dollar zu haben. Die anderen Modelle werden ebenfalls dementsprechend im Preis fallen. Des Weiteren wird man noch mit dem Pentium M 723 in diesem Quartal eine ULV-Variante des 1,4 GHz schnellen Modells auf den Markt werfen. Weiterhin wird am 18. Juli der Dothan 738 mit 1,4 GHz (Low Voltage) vorgestellt werden. Letzterer wird beim Launch bei Abnahme von tausend Stück 290 US-Dollar kosten.

ProzessorCoreFrontside-BusProzessL2-CachePreis
Pentium M 765 (2,10 GHz)
Dothan
400 MHz
90 nm
2 MB
$637
Pentium M 755 (2,00 GHz)
Dothan
400 MHz
90 nm
2 MB
$423
Pentium M 745 (1,80 GHz)
Dothan
400 MHz
90 nm
2 MB
$294
Pentium M 735 (1,70 GHz)
Dothan
400 MHz
90 nm
2 MB
$241
Pentium M 725 (1,60 GHz)
Dothan
400 MHz
90 nm
2 MB
$209
Pentium M 715 (1,50 GHz)
Dothan
400 MHz
90 nm
2 MB
$209

Den Schritt auf die Plattform mit einem 533 MHz schnellen FSB wird man erst im ersten Quartal des nächsten Jahres tätigen. Dann soll zusammen mit dem Pentium M 770J (2,13 GHz) der neue 915-Chipsatz mit dem Codenamen „Alviso“ vorgestellt werden. Zusammen mit Intels „Calexico 2“ WLAN (2915ABG) bilden diese drei Komponenten die neue Sonoma-Plattform, die die Nachfolge der Carmel-Plattform antritt. Die überholte und auf den neuesten Stand gebracht WLAN-Komponente unterstützt alle derzeit gängigen Standards (802.11a/b/g) und soll ab August für Systemintegratoren zu einem Preis von 28 US-Dollar pro Stück erhältlich sein. Zusammen mit dem Alviso-Chipsatz wird auch PCI Express in Notebooks Einzug halten. Zusätzlich wird dieser auch stromsparenden DDR2-Speicher (DDR400 und DDR533) unterstützen. Als Southbridge steht dem 915GM (weitere Modelle sind der 915PM, 915GML und 915GMS) die neue ICH6-M zur Seite. Der Pentium M 770J wird dann erstmals das NX-Bit im Die tragen. Ab diesem Zeitpunkt dürfte Intel auch die restlichen Dothan-Prozessoren mit diesem Feature ausstatten.

Beim Celeron M gibt es ebenfalls einige Änderungen. So soll dieser Prozessor bis zum ersten Quartal des nächsten Jahres auf den Dothan-Kern umgestellt werden. Bei den Taktraten sind hier 1,5 GHz oder mehr im Gespräch sowie ein Level-2-Cache von einem MB. Der Frontside-Bus soll derweil bei 400 MHz stagnieren.

ModellIntel Pentium M
(Banias)
Intel Celeron M
(Banias)
Intel Pentium M
(Dothan)
Intel Celeron M
(Dothan)
Sockel479479479479
Taktfrequenz1,30 - 1,7 GHz1,20 - 1,50 GHz1,7 - 2,0 GHzxxx - 1,5+ GHz
Frontside-Bus400 MHz400 MHz400 MHz400 MHz
Fertigungsprozess130 nm130 nm90 nm90 nm
Transistoren77 Millionen77 Millionen140 Millionen140 Millionen
CPU-KernBaniasBaniasDothanDothan
DIE-Größe82,8 mm²82,8 mm²83,6 mm²83,6 mm²
L1-Cache2 x 32 KB2 x 32 KB2 x 32 KB2 x 32 KB
L2-Cache1 MB512 KB2 MB1 MB

Derweil sieht es für den mobilen Pentium 4 nicht gerade rosig aus. Dieser wird wohl im ersten Quartal des nächsten Jahres sein letztes Update erfahren. Zu diesem Zeitpunkt wird der Pentium 4 M 558 (3,6 GHz) auf den Markt kommen. Dieser basiert auf dem viel geläuterten Prescott-Kern und besitzt ein MB Level-2-Cache.

In Kooperation mit Lycos Europe Network