3/13 Hercules Prophet 4500 im Test : Der Kyro2 im Vergleich zur GeForce

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Features (Teil 2)

Ein besonders interessantes Feature des Kyro2 ist das Internal True Color Rendering, dass sich vor allem dann bemerkbar macht, wenn ein Bild in 16Bit Farbtiefe gerendert wird. Die klassische Grafikhardware geht beim Rendern einer 3D Szene so vor, dass jedes Polygon sofort gerendert wird, wobei jedes Polygon so lange im Grafikspeicher gespeichert wird, bis das gesamte Bild fertig zusammen gesetzt ist. Wird nun eine Gruppe von Polygon durch einen Blendeffekt, wie den Rauch einer Rakete überdeckt, so holt der Chip die Informationen für die zu überblendenden Polygone aus dem Grafikspeicher, führt die Blend-Operation aus und schreibt die Polygone erneut zurück in den Grafikspeicher. Mal davon abgesehen, dass dadurch die Speicherbandbreite erneut strapaziert wird, führt dies zu einem Qualitätsverlust des fertigen Bildes, wenn ein Bild in einer Farbtiefe von 16Bit dargestellt werden soll. Während alle Grafikchips intern mit 32Bit rechnen, wird jedes Polygon beim ablegen in den Grafikspeicher auf die Zielfarbtiefe, nämlich 16Bit herunter gerechnet. Jedesmal wenn nun Informationen aus dem Grafikspeicher gelesen werden, leidet die Bildqualität merklich darunter. Bei der Kyro Familie kommt hierbei eine andere Methode zum Einsatz, die ebenfalls in der Art, wie der Chip rechnet, verankert ist, dazu im Detail jedoch später mehr. Wichtig ist an dieser Stelle nur, dass der Kyro2 auch hier ohne den Grafikspeicher auskommt und daher alle Blendoptionen mit 32Bit ausführen kann.

3DMark 2000
3DMark 2001
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Temple Demo
3DMark 2001
3DMark 2000
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TNT2 Pro Screenshots (16Bit) GeForce2MX Screenshots (16Bit) Hercules Prophet 4500 (16Bit)

Diese 12 Screenshots wurden in einer Farbtiefe von 16Bit aufgenommen und sollen die Überlegenheit des Internal True Color Rendering demonstrieren. Überall dort, wo Licht-Effekte zum Einsatz kommen sieht die Hercules Prophet 4500 etwas besser als die Konkurrenz aus.

3DMark 2001
3DMark 2001

Wie an diesem direkten Vergleich deutlich zu erkennen ist, kommt es bei der GeForce2 MX zu einem Regenbogeneffekt, währenddessen die Übergänge bei der Hercules Prophet 4500 sehr schön und gleichmäßig sind. Dabei sollte man nicht vergessen, dass diese beiden Bilder nur mit 16Bit gerendert wurden. Wie ich finde eine sehr gute Leistung der Propheten.

Auch wenn die Hercules Prophet 4500, besser gesagt der Kyro2, nicht alle aktuellen Grafikeffekte beherrscht, so reichen die Features des Chips im Allgemeinen für heutige Spiele vollkommen aus. Sollte es einmal vorkommen, dass vom Kyro eine Funktion gefordert wird, die er nicht umsetzen kann, so wird auf eine alternative Darstellungsweise ausgewichen.

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