8/16 VIA KT133A und KT266 im Duell : EPoX 8KHA gegen QDI KinetiZ 7E im Test

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Overclocking Epox EP-8KHA

Bis auf einen einzigen Jumper, der die grundlegendste Einstellung des Front-Side-Bus trifft (100Mhz, 133Mhz, Auto), befinden sich alle relevanten Einstellungen in einem eigenen Bios-Menü. Der Multiplikator lässt sich in 0,5er Schritten von 6 auf 15 schrauben, der FSB darf auf einer Skala von 100Mhz bis 200 MHz in unüblichen 1-MHz-Schritten bequem gewählt werden. Um auch bei extrem angehobenem CPU-Takt noch ein stabiles System zu garantieren, lässt sich über einen weiteren Menüpunkt die Core-Voltage in Schritten von 0,025 Volt auf 1,85 Volt anheben- oder auf 1,65 absenken. Sicherlich stellt dies noch einen relativ moderaten Wert dar und wird dem ein oder anderen nicht genügen. Epox könnte an dieser Stelle vielleicht noch ein wenig mehr Freiraum lassen. Der im Test genutzte Athlon C 1333Mhz ließ sich mit 1,85V nämlich stabil "nur" auf 1466Mhz schrauben- für das brandneue AYHIA-Stepping und die potentiellen Möglichkeiten des Boards vielleicht etwas zu wenig. Neben dem üblichen CPU-Overclocking ermöglicht Epox mit der Erhöhung der DIMM-Spannung bis maximal 3,2 Volt (Default 2,5) auch recht optimistische Veränderungen an den Speichertimings. Allerdings sollte man diesen Weg a) mit Vorsicht genießen und b) verhalf auch eine höhere RAM-Spannung im Test dem Apacer-Modul nicht zu einer zufrieden stellenden Stabilität bei verschärften Speichertimings- der Nutzen ist also durchaus nicht allgemeingültig. Kann man ein exzellentes Speichermodul sein Eigen nennen, so hat man in einem eigens dafür reservierten Menüpunkt die Wahl zwischen vier vorkonfigurierten Einstellungen (normal, fast, fastest, turbo) oder kann sich nach Lust und Laune über alle erdenklichen Parameter hermachen. Alles in Allem haben die Overclocking-Optionen des Epox ohne Einschränkungen ein "sehr gut" verdient.

Overclocking QDI KinetiZ 7E

Das Unterfangen Overclocking gestaltet sich beim KinetiZ 7E-A leider extrem umständlich. Wie auch beim Epox-Board setzt ein Jumper den Ausgangspunkt des Front Side Bus. Die Auswahl liegt hier per Jumper zwischen 100 und 133MHz. Leider können die restlichen relevanten Einstellungen aber nicht wie beim Board von Epox bequem über das Bios vorgenommen werden, sondern sowohl der Multiplikator als auch die Core-Voltage müssen per Jumper festgelegt werden. Der Multiplikator lässt sich dabei insgesamt durch neun Jumper von 5 bis 12,5 in 0,5er Schritten anheben bzw. absenken. Die Core-Voltage wird über sechs Jumper von 1,65 bis 1,85V in 0,025er Schritten eingestellt, wobei auch hier wieder eine automatische Einstellung gewählt werden kann. Hat man sich zur Übertaktung des Boards entschlossen, heißt es erst einmal Jumper kaufen, da die dem KinetiZ 7E-A beiliegenden fünf Jumper für dieses Unterfangen nicht ausreichen. Zehn bis zwölf Jumper werden zum Übertakten schon benötigt. Warum QDI hier nicht wenigstens auf einen Dip-Switch setzt, der sich mittlerweile seit Jahren auf fast allen Boards befindet, sofern man die Einstellungen nicht direkt im Bios vornehmen kann, ist uns ehrlich gesagt ein Rätsel. Als wäre diese nicht genug, liegt der Jumperblock für die Multiplikatoreinstellung auch noch so ungünstig, dass man an ihn bei zusammengebautem System nur schwer herankommt. Ein wohl eher unfreiwilliges Overclocking macht man beim KinetiZ 7E-A leider anscheinend immer mit. So lief die Core-Spannung bei uns in den Test konstant mit 1,89 Volt, wenn wir den dazu gehörenden Jumper auf "Auto" stellten. Normal wären 1,75 Volt gewesen (das 8KHA hielt diesen Wert konstant). Um die Core-Spannung nicht unnötig hoch zu halten, setzten wir die Einstellungen manuell auf 1,75 Volt. Doch auch hier mussten wir leider feststellen, dass das Board diesen Wert nicht einhielt. So lag die Core-Spannung selbst bei gewählten 1,75 Volt immer noch zwischen 1,8 und 1,89 Volt und somit weit über der Spezifikation von AMD.

**Update** Nach dem Bios-Update war jedoch auch hier eine leichte Verbesserung festzustellen. So lief die Core-Spannung nach dem Update nur noch zwischen 1,78 bis 1,84 Volt, was aber immer noch über den eigentlich eingestellten 1,75 Volt lag.

Doch nun ist es an der Zeit, die Theorie ruhen zu lassen und uns endlich den praktischen Tests zuzwenden. Und eins vorweg: Teilweise vielen die Ergebnisse deutlicher aus, als wir erwartet hatten.

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