2/9 SB Audigy Player vs. TerraTec SiXPack 5.1+ im Test : Der ewige Beste weiterhin vorn?

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Technische Daten

Wenn es sich auch bei beiden Kandidaten um Sechskanal Soundkarten handelt, die auch von den Spezifikationen her keine enormen Unterschiede aufweisen, so lohnt es sich doch, ihre technischen Details genauer unter die Lupe zu nehmen - wir stießen auf einige interessante Verschiedenheiten.

Daten im Vergleich

Die technischen Daten der Kandidaten im Vergleich
SB Audigy Player TerraTec SiXPack 5.1+
Prozessor Creative Audigy Chip Crystal CS4630
Spezifikationen
Analoge Aufnahme/Wiedergabe** 24-Bit/48kHz 16-Bit/48kHz
Digitale Aufnahme/Wiedergabe** 24 Bit/96KHz* 16-Bit/48kHz
Rauschabstand (Hersteller) > 97 dB 100 dB
Wavetable
Hardware 64 Stimmen 64 Stimmen
Software 1024 Stimmen 1024 Stimmen
Ein- und Ausgänge
Externe Ausgänge
Anlog Line Out 3*** 3
Kopfhörer Ausgang - Ja
Sonstiges SB1394 Port (FireWire) Digital Ausgang (TOS-Link)
Externe Eingänge
Line In Ja Ja
Mikrofon Ja Ja
Sonstiges SB1394 Port (FireWire) Digital Eingang (TOS-Link)
Interne Aus-/Eingänge
CD analog 2 2
CD digital S/P-DIF S/P-DIF, TTL
MIDI-/Joystick-Port Ja Ja
Sonstiges TAD',
SB1394 Port
Aux In,
Wavetable
Wichtige unterstützte Standards
EAX 1.0/2.0 Ja/Ja Ja/Ja
A3D 1.0/2.0 Nein/Nein Ja/Ja
Dolby Digital Ja Nein
ASIO Ja Nein
AC '97 Ja Ja
Sonstiges EAX Advanced HD MacroFX, DLS 1.0,
Sensaura 3D
PCI Spezifikation 2.1 2.1/2.2
* Über S/P-DIF - Sony/Philips Digital-Interface (Digitaler Ausgang)
** Maximal mögliche Qualität
*** Davon einer gleichzeitig S/P-DIF
' Anrufbeantworter

Besonderheiten Audigy


SB Audigy Player vs. TerraTec SiXPack 5.1+Bemerkenswert ist bei der Soundblaster Audigy vor allem der SB1394 Port. Hinter diesem eindrucksvollen Kürzel verbirgt sich nichts anderes, als ein auf der Soundkarte integrierter FireWire Controller. Nur ist letztere Bezeichnung von Apple patentiert, daher der neue Name. Sowohl ein interner wie auch ein externer Anschluss sind vorhanden. So können externe Laufwerke, Digitalkameras oder auch tragbare Audioplayer wie Apples iPod bequem angeschlossen werden, um dann mit 400MBit/s Daten mit dem PC auszutauschen.

Aus dem Vorhandensein des relativ großen SB1394 Ports ergibt sich eine weitere Besonderheit der Audigy. Der analoge Center/Subwoofer Ausgang muss sich eine 3,5mm Anschlussbuchse mit dem digitalen S/P-DIF Ausgang teilen um Platz zu sparen. Letzterer wiederum, ist ausdrücklich kein Eingang.

Früher noch eher ungewöhnlich, bei so zahlreichen externen Anschlüssen aber gar nicht anders zu lösen - der MIDI-/Joystick-Port besetzt einen eigenen Slot, natürlich nur, wenn man ihn wirklich braucht.

Besonderheiten SiXPack

Was den MIDI-/Joystick-Port anbelangt, hat Terratec die gleiche Lösung wie Creative gewählt, in einigen Einzelheiten haben die Nettetaler jedoch deutlich andere Wege beschritten.

Zum einen betrifft dieses die digitale Ein- und Ausgabe. Die SixPack besitzt zwei separate optische TOS-Link Buchsen. Ein Eingang, ein Ausgang - an sich die bessere Lösung, die jedoch nur durch den Verzicht auf Extras wie den FireWire Port möglich wird. Ferner wird die Benutzung des optischen Eingangs dadurch eingeschränkt, dass er sich eine Leitung mit dem internen digitalen Eingang teilt. Umgeschaltet wird per Jumper auf der Karte. Etwas altmodisch, darf man behaupten, und dies ist nicht die letzte der guten alten „Steckbrücken“ auf die wir gestoßen sind.

SB Audigy Player vs. TerraTec SiXPack 5.1+
SB Audigy Player vs. TerraTec SiXPack 5.1+
SB Audigy Player vs. TerraTec SiXPack 5.1+
SB Audigy Player vs. TerraTec SiXPack 5.1+

Die zweite dient dazu, den Pegel des besagten internen Digitaleingangs manuell an den TransistorTransistorLogik (TTL) Pegel von CD-ROM Laufwerken anzupassen. Eine Option, die die Audigy gar nicht bietet, die wohl aber auch keiner vermissen wird. Der dritte und letzte Jumper dient einem zunächst wirklich interessanten Feature der SiXPack 5.1+. Er erlaubt es, den Line In Eingang in einen separaten Kopfhörer Ausgang umzuwandeln, dem ein Verstärker mit 2 x 60 mW vorgeschaltet ist. Für all diejenigen, die auch zu später Stunde noch Lärm am PC machen wollen, klingt das viel versprechend, wenn da nicht die lästige Tonqualität wäre. Dazu später mehr. Viel wichtiger als die Qualität nämlich ist, dass ein Großteil der Käufer dieser Karte wohl nie auf dieses Feature stoßen wird, da es in der gedruckten Kurzanleitung mit keinem Wort erwähnt wird, womit wir beim nächsten Thema wären.

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  • Thomas Adams E-Mail
    … hat von Januar bis Mai 2002 Artikel für ComputerBase verfasst.