News : Intel mit weiterem Billig-Chipsatz

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Der Kampf im unteren Chipsatzsegment spitzt sich weiter zu. Um die Preise der eigenen Chipsätze weiter nach unten zu drücken, spielt Intel mit dem Gedanken, neben dem i845GL, eine um den externe AGP-Port abgespeckte Variante des i845G, sogar noch einen i845GLL auf den Markt zu bringen.

Zu diesem Zweck hat man beim Chipsatzriesen einige Mainboardhersteller nach ihrem Interesse nach einer noch günstigeren Pentium 4 Chipvariante gefragt. Je nachdem, wie das Feedback ausfällt, wäre Intel bereits Ende April beziehungsweise Anfang Mai bereit, mit der Auslieferung zu beginnen. Die Einführung des i845GLL würde somit in etwa mit der des i845GL zusammenfallen. Dies ist nicht weiter tragisch, da sich die Chipsätze nur geringfügig voneinander unterscheiden. Die Northbridge des i845GL ist mit der des i845GLL identisch und unterstützt somit nicht Intels neuen Pentium 4 mit einem Front-Side-Bus von 533MHz. Beide bieten im Gegensatz zum i845G keinen externen AGP und können somit nur mit der integrierten Grafiklösung, die alle drei „G“ Varianten gemeinsam haben, betrieben werden. Die Leistung dieser integrierten Lösung liegt allerdings noch deutlich unter der eines GeForce2 MX400, reicht aber für normale Büroanwendungen vollkommen aus. Während sowohl der i845G als auch der i845GL mit Intels Southbridge ICH4 (Input/Output Controller Hub) ausgeliefert werden wird, der bereits USB 2.0 unterstützt, würde beim i845GLL nur das ICH2 zum tragen kommen, das ohne diese Unterstützung daher kommt. Es ist somit also kein Wunder, weshalb Intel den i845GLL bei Bedarf nachreichen kann, legt Intel der Northbridge doch nur eine ältere und billigere Southbridge bei, die momentan noch bei jedem Pentium 4 Mainboard zum Einsatz kommt. Intel kann den i845GLL damit für unter 25 US-Dollar (Siehe auch) in Großhandelsstückzahlen anbieten. Damit kommt man den SiS650, der ebenfalls auf das gleiche Preissegment abzielt und auch mit integrierter Grafik daher kommt, bedeutend näher.

Für höchste Leistungen sind diese Chipsätze jedoch auf keinen Fall die erste Wahl. Zusammen mit der Einführung des neuen Pentium 4 mit einem Front-Side-Bus von 533 MHz wird man deshalb eine Neuauflage des i845 in Form des i845-E präsentieren, der nicht nur den neuen Prozessor unterstützt, sondern auch noch USB 2.0 Support mit Hilfe der neuen und bereits angesprochenen Southbridge ICH4 mit sich bringt.

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  • Thomas Hübner E-Mail Twitter Google+
    … hat ComputerBase im Jahr 1999 gegründet und in der Vergangenheit selbst ausführlich über die Entwicklung der PC-Architektur geschrieben.