2/12 Asus A7M266-D, MSI K7D Master-L und Tyan Tiger MPX im Test : Erster Blick auf AMDs Dual-Mainboards

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Das A7M266-D von Asus

Das zweite Dual-AMD Board nach dem Tyan Tiger MP, mal abgesehen von den teueren Tyan Thunder Modellen, auf dem Markt. Die uns vorliegende Revision hat noch den Southbridge-Bug, erkennbar an der Revisionsnummer B1, der Asus dazu veranlasste, die On-Board USB-Schnittstellen zu deaktivieren. Als Ersatz liegt dem Mainboard eine USB 2.0 PCI-Karte bei. Auch eine LAN-Schnittstelle sucht man beim A7M266-D vergebens.

Asus A7M266-D
Asus A7M266-D
Asus - Northbridge
Asus - Northbridge
Asus - Southbridge
Asus - Southbridge

Beim Auspacken des Mainboards fällt einem gleich der mächtige Northbridge-Kühler auf, der zwar im normalen Alltagsbetrieb ausreicht, aber mit 57 Grad schon sehr heiß wird. Mounting-Wholes für geschraubte Kühler sucht man vergebens. Diese wären jedoch auch nutzlos, da um die CPU-Sockel herum zu wenig Platz ist, um einen großen 80er Kühler zu montieren, die Kondensatoren stehen dabei zu nah am Sockel. Auch die Montage eines Kühlers mit Zwischengröße, wie etwa dem Thermaltake Volcano 7 mit seiner 70mm x 68mm großen Grundfläche, bereitet schon Probleme, da man den Kühlkörper an manchen Stellen mit Isolierklebeband vor einem direkten Kontakt mit den Kondensatoren schützen muss.

Asus - Lüfterumgebung
Asus - Lüfterumgebung
Asus - Northbridge 2
Asus - Northbridge 2
Asus - Volcano
Asus - Volcano

Zur Stromversorgung sind die mittlerweile obligatorischen 3 Stromstecker erforderlich, die die beiden Prozessoren und den AGP-Pro Slot mit genügend Strom versorgen. Hier ist auch schön das "Loch" zu sehen, in dem eigentlich die zwei USB-Anschlüsse Platz finden sollten.

Asus - Stromanschluß
Asus - Stromanschluß

Etwas unglücklich sind die Jumper zum Verstellen der CPU-Spannung angebracht. Ganz unten unter dem letzten PCI-Slot. Dies wäre sicherlich nicht so schlimm, wenn man das Board jedes Mal ausbauen würde. Aber eingebaut ist der Jumper-Block nur 1 cm vom Boden des Towers entfernt, und man braucht schon etwas Geschick und eine lange Pinzette um die vier Jumper neu zu positionieren. Wie im Handbuch nachzulesen ist, hat die Verstellung der Spannung allerdings nur Auswirkung auf die CPU 1. Die Spannung der CPU 2 bleibt unverändert, wie man im Bios nachprüfen kann.

Asus - Vcore Jumper
Asus - Vcore Jumper

Ausstattung & Lieferumfang

Geliefert wird das A7M266-D mit nur wenig Zubehör. Dazu zählen die schon obligatorischen Kabel für das Floppy-Laufwerk sowie für den IDE-Anschluss. Für die Verbindung mit USB-Geräten liegt eine USB 2.0 PCI-Karte mit vier Anschlüssen bei. Die braucht man auch, denn das A7M266-D hat leider keine On-Board USB-Anschlüsse. Ein umfangreiches Handbuch für das Board, eine kleine Anleitung für die USB-Karte sowie einen Quick-Setup-Guide, der auch einen deutschen Teil enthält, liegen ebenso bei, wie eine sogenannte Quick-Reference-Card, mit der man sich, im Zusammenhang mit dem Quick-Setup-Guide, einen schnellen Überblick über die Lage der verschiedenen Anschlüsse und Bauteile auf dem Mainboard verschaffen kann. Zusätzlich gibt es noch eine Treiber-CD, eine extra Treiberdiskette für die USB-Karte und ein Abdeckblech für die externen Anschlüsse, die in das PC-Gehäuse eingebaut werden kann und genau auf die Anschlüsse des A7M266-D abgestimmt ist.

Asus - Lieferumfang
Asus - Lieferumfang

Die Features des Asus A7M266-D im Detail

  • Formfaktor
    • Sockel 462 ATX (30.5cm x 24.5cm)
  • Prozessor
    • Unterstützt Dual (Sockel462) AMD Athlon MP/Duron MP
  • Chipsatz
    • AMD 760 MPX Chipset
    • AMD 762 Northbridge (passiv gekühlt)
    • AMD 768 Southbridge
  • RAM
    • 4x 184 Pin DIMMS (DDR RAM)
    • Unterstützt PC1600/2100 DDR RAM mit 2,5V
    • Max. Speichergröße: 4GB Registered DDR SDRAM
      oder 2GB Unbuffered DDR SDRAM (Slot 1+ 2)
  • Erweiterung-Slots
    • 1x AGP Pro 4x Slot
    • 2x 64 Bit/66 MHz PCI Slots
    • 3x 32 Bit/33 MHz PCI Slots
    • 4x Lüfteranschlüsse (monitorfähig)
    • 2 IDE Ports (UDMA 33/66/100)
  • Externe Anschlüsse
    • 1x Parallel Port
    • 2x Serielle Ports
    • 4 USB 2.0 Ports (über externe PCI-Karte)
    • 1x Microphone in
    • 1x Line in
    • 1x Line Out
  • Interne Anschlüsse
    • 1x Microphone in
    • 1x Line in
    • 1x Kopfhörer Anschluss
    • Infrarot Sender/Empfänger Anschluss
    • SMB-Bus Anschluss
    • ASUS iPanel Anschluss
    • Front Panel Audio Anschluss
    • Chassis Intrusion Detection
  • Bios
    • 2 MBit Award Bios
    • Front Side Bus in 1 MHz Schritten einstellbar im Bios (100-200MHz)
    • PC Health Monitoring
  • Besonderheiten
    • Dolby Digital 6-Kanal C-Media CMI8738 Sound
    • Asus C.O.P.
    • DDR-Ram Spannung einstellbar 2,5V, 2,6V, 2,7V
  • Sonstige Funktionen
    • Keyboard Power-On, Suspend To RAM
    • Wake-On-LAN, Wake-On-Modem, Wake on USB-Device
    • CPU Spannung regulierbar per Jumper 1,075 bis 1,85 V

Das Bios

Kommen wir nun zum Bios des Asus A7M266-D. Wie von Asus gewohnt, bleiben auch hier fast keine Wünsche offen. Sei es, dass man den Status des Mainboards mittels des Hardware Monitors überprüfen kann oder die verschiedensten Speichertimings perfekt an seinen Speicher anpassen kann. Auch an die Overclocker wurde wieder gedacht. So kann man hier den Front Side Bus (FSB) in Ein-MHz-Schritten verstellen. Die Spannung der CPUs wird weiterhin mit Jumper direkt auf dem Mainboard bis 1,85 V erhöht. Leider ist jedoch ein verstellen des Multiplikators der CPUs nicht möglich.

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