NV30 - Nicht einfach ein neuer Chip

Peter Schmid
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Es wird erwartet, dass der kommende NV30-Graphik-Chip von nVidia, nicht bloss ein neuer Chip in der GeForce-Familie werden wird, da er eine Technik zum „Real Time Cinematic Rendering“, ein Verfahren, um in Echtzeit filmähnliche Sequenzen zu rendern, mitbringen soll. Ausserdem besitzt er vollprogrammierbare Pixel- und Vertex-Shader 2.0, mit deren Hilfe nVidia hofft neue Marktsegmente im High-End-Bereich erobern zu können.

Die Einführung des NV30 wird für das vierte Quartal dieses Jahres erwartet. Einfachere Versionen, wie eine MX-Serie, wird es vorerst nicht geben. Der NV30 wird im Hochleistungs-Segment weit jenseits der 500Euro-Grenze angesiedelt werden. Für den normalen Einsatz wird nVidia auch weiterhin auf den GeForce4-Kern setzen. Es ist allerdings zu erwarten, dass nVidia die aktuellen GeForce4-Chips in der ersten Jahreshälfte 2003 durch eine abgespeckte Version des NV30-Kerns ersetzen wird und diese dann auf den Namen NV31 hören. Während der NV30 acht Rendering-Pipelines besitzt wird der NV31 nur vier spendiert bekommen, außerdem wird die Speicheranbindung von 256Bit auf 128Bit reduziert werden. Weitere verbilligende Einsparungen sind nicht ausgeschlossen. Verbauen will nVidia den NV31 auch in einem neuen Notebook-Chipsatz.

Später soll dann im Jahr 2003 ein Nachfolger des NV30 auf den Markt kommen. Dieser Chip wird eine kostengünstige Lösung sein, mit einer einfacheren Architektur als der NV30. Der ähnlich aufgebaute Grafik-Kern wird später in einem weiteren nForce-Chipsatz Platz finden. Für das zweite Quartal 2003 wird auch erwartet, dass nVidia den NV35, wieder ein Highend-Chip, präsentieren wird.