17/17 Zwölf Mal DDR333/400-Speicher im Test : Der Sinn oder Unsinn hinter DDR333

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Fazit

Keines der von uns getesteten Marken-Module hat während unseres Tests versagt. Einen stabilen Betrieb bei 166 MHz boten alle Speicherriegel, wenngleich nur Corsair und Nanya einen Betrieb mit den schärfsten Timings erlaubten und somit dem Standard DDR333 einen Sinn geben. Denn wie unsere Tests des VIA Apollo KT333 gezeigt haben, kann sich der Chipsatz nur mit den schnellsten Speicher-Einstellungen gegenüber seinem Vorgänger KT266A in Verbindung mit gutem DDR266 absetzen. Die Bezeichung DDR400 Speicher hätten fünf von sechs Modulen in unserem Test verdient; CAS 2.0 bot bei diesem Takt jedoch nur noch der Corsair XMS3000, der uns auch insgesamt am wenigsten Probleme bereitete. Diese Leistung hat jedoch ihren Preis. Für wen Performance alles ist und Geld keine Rolle spielt, der erhält mit den neuen XMS3200C2 (auf das C2 kommt es an) die schnellsten und leistungsfähigsten Speichermodule, die momentan erhältlich sind. Wer sein System eher selten übertaktet und bei 166 MHz die schnellsten Timings fahren möchte, dem seien original Nanya DDR333 Riegel ans Herz gelegt. Bei Standard-Timings waren diese unangefochten die schnellsten.

Eins zeigt unser Test mit seinen inzwischen zahlreichen Erweiterungen sehr eindrucksvoll, obwohl viele der getesteten Module niemals dafür ausgelegt wurden, erreichen sie mit mehr oder weniger schlechten Timings die 200 MHz Grenze. Insgesamt konnten 8 von 12 Modulen bei diesem Takt bestehen. Damit ist das Angebot an High-End-Speicher groß genug. Bleibt nur die Frage, wann nun die ersten Chipsätze erscheinen, die diesen Takt stabil unterstützen. Kandidaten hierfür sind der nForce2, der KT400 sowie der bereits erhältliche SiS645DX (z.B. auf dem P4S533) oder dessen Nachfolger, der SiS648.

Nichtsdestotrotz sollte man sich Fragen, ob die Investition in neuen Speicher zum jetzigen Zeitpunkt sinnvoll ist. Die Athlon XP Plattform profitiert durch den auf 133MHz limitierten Front Side Bus nur geringfügig von DDR333 und beim Pentium 4 tauchen bereits erste Dual Channel Chipsätze auf (Granite Bay), die mit zwei PC266 Modulen eine Bandbreite von 4,2 GB/s erreichen, von der selbst DDR400 Speicher (3,2 GB/s) noch ein ganzes Stück entfernt ist. Der ambitionierte 'Overclocker' hingegen sollte in unserem Review den richtigen Speicher für die Gegenwart und Zukunft gefunden haben.

Ein Großteil der Module ist beispielsweise im Online-Shop von OC-Wear zu beziehen.

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  • Thomas Hübner E-Mail Twitter Google+
    … hat ComputerBase im Jahr 1999 gegründet und in der Vergangenheit selbst ausführlich über die Entwicklung der PC-Architektur geschrieben.