6/19 Shuttle SS51G im Test : Mini-Barebone mit viel dahinter

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Keep cool!

Bei der Kühlung hat sich Shuttle etwas ganz Besonderes einfallen lassen und die bisher eher konventionelle Methode des SV24/25 im SS51G komplett überarbeitet. In den ersten Modellreihen verrichtet neben dem sperrigen CPU-Kühler ein doch recht lauter Gehäuselüfter seine Arbeit im Barebone, um die Abwärme des Prozessors und des Netzteils, das ebenfalls seine warme Luft in das System blies, abzuführen. Diesen Umstand durfte man damals als klaren Fehler im System-Design ansehen. Doch wie heißt es so schön: "Aus Fehlern lernt man". Und diesen Grundsatz scheint sich Shuttle beim SS51G zu Herzen genommen zu haben. An Stelle eines herkömmlichen Prozessor-Kühlers tritt die auf den Namen "Integrated Cooling Engine (ICE)" getaufte Kombination aus Kühlkörper, Heatpipe, einer Art Radiator und Gehäuselüfter.

Kühler
Kühler
Kühlkörper
Kühlkörper
Kühlkörper mit Kupferplatte
Kühlkörper mit Kupferplatte
Kühlkörper mit Heatpipe
Kühlkörper mit Heatpipe
Radiator
Radiator

Die CPU gibt hierbei die Verlust-Wärme an einen platzsparenden, flachen Aluminium-Kühlköper mit einer Bodenplatte aus Kupfer ab, der wiederum über vier Heatpipes mit einem weiteren Kühlkörper an der Gehäuserückseite verbunden ist. Dieser überträgt die in den Heatpipes aufgestiegene Hitze an eine Reihe von hauchdünnen Alu-Lamellen, die wiederum von einem bulligen 80x80mm Lüfter gekühlt werden. Durch die Positionierung dieser Einheit an der Rückwand des Systems fungiert dieser zudem als effektiver Gehäuselüfter.

Kühler montiert
Kühler montiert
Befestigungsklammer
Befestigungsklammer
Kühler + Lüfter
Kühler + Lüfter
Luftauslass
Luftauslass

Selbst das Gehäuse trägt zu einer besseren Kühlung bei. Die Lüftungsschlitze sind von der Gehäusefront an die Seiten des Alu-Case gewandert und lassen durch den Frischlufteinlaß über die gesamte Gehäusefläche praktisch keinen Hitzestau zu. Auch das Netzteil trägt neuerdings sinnvoll zur Entlüftung bei. So wechselte die Position von der Gehäuse-Front in den hinteren Teil des Mini-Barebones - die Luft wird über einen extrem leisen und nur sehr langsam drehenden 40x40 Lüfter direkt aus dem System geblasen.

Nicht nur die Anzahl der Lüfter konnte so von drei auf zwei reduziert werden. Dank eine cleveren Bios-Funktion läßt sich der Geräuschpegel des Systems noch weiter eindämmen. Das nützliche Feature hört auf den Namen "AutoGuardian" und erlaubt es, den 'indirekten' CPU-Lüfter variabel an die aktuelle Prozessortemperatur anzupassen. Mit der Angabe einer minimalen Temperaturschwelle fällt die Konfiguration erfreulich leicht aus. Liegt die Kern-Temperatur im laufenden Betrieb unter der definierten Schwelle, dreht der Ventilator mit gemütlichen 1800-2000U/min und erzeugt so dank seiner Größe praktisch keinen Laut. Wird die eingestellte Temperatur erreicht, steigert sich die Drehzahl kurzzeitig auf 3668 U/Min, der Geräuschpegel steigt hierbei schon beachtlich. Eine genau Aussage zum Thema Kühlung und Schalldruck hängt demnach von drei Faktoren ab: Der eingesetzten CPU, dem Anwendungsgebiet bzw. der Prozessorlast und der im Bios gesetzten Temperaturhürde.

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