7/19 nForce 2 und KT400 im Duell : Asus A7N8X Deluxe gegen EPoX 8RDA+ und EP-8K9A2+

, 19 Kommentare

Layout

Wie es das Referenz-Design vorsieht, hat auch EPoX den SPP um 45° verdreht auf dem Board verlötet und setzt wie Asus auf eine lautlose, passive Kühlung. Beim Betrachten des Kühlkörpers kamen uns allerdings vorerst Zweifel, ob der massive Aluminium-Kern mit seinen relativ kleinen Kühlrippen den Chipsatz effektiv kühlen wird. Zumal die Grundfläche des Kühlers nichteinmal den metallenen Heatspreader des nForce 2 komplett bedeckt. Unsere Ergebnisse im späteren Verlauf des Reviews werden diese Bedenken jedoch nicht bestätigen und bescheinigen der gewählten Kühlkombination eine sehr gute Leistung.

Kühlkörper
Kühlkörper
Kühlkörper
Kühlkörper
nForce 2 SPP
nForce 2 SPP
KeepOur Area
KeepOur Area

Die KeepOut Area hat EPoX nicht ganz eingehalten und so ragen sechs Kondensatoren in den äußeren Bereich der Zone hinein. Allerdings sollten aktuell erhältliche Lüfter ohne Probleme auf das Board passen. Nur mit den schräg zur Seite zulaufenden Thermalright SLK-700 und SLK-800 sind wir uns nicht sicher. Leider fehlt uns der Kühler, um selber nachzumessen. Löblicherweise setzt EPoX auch weiterhin auf die sog. Mouting Holes, die AMD zwar offiziell aus seinen Spezifikationen gestrichen hat, von vielen Usern aber weiterhin für den Einsatz von ausladenden Kühlern (Alpha Pal, Swiftech) gewünscht werden. Die Anschlüsse für den Prozessorlüfter liegen gut erreichbar nicht weit ab vom Sockel A.

Stromversorgung
Stromversorgung

Gleich drei Phasen beschäftigt EPoX zur Spannungsversorgung der CPU und will hier auf Nummer sicher gehen. Das Gegenteil können wir leider nicht beweisen, lief das Mainboard doch ohne einen Aussetzer absolut problemlos durch alle Disziplinen. Den ATX-Powerconnector hat EPoX gleich neben den Spulen platziert. Das Kabel sollte so beim Einbau sorgfältig um den CPU-Kühler herum manövriert werden um den Luftstrom nicht zu unterbrechen.

Einwandfrei passt sich der Lila AGP-Slot in das Farbschema des 8RDA+ an. Im Gegensatz zu Asus beschränkt sich EPoX auf eine normale Ausführung, die für den Heimanwender keinerlei Einschränkung bedeutet und zudem auch schwere Karten dank Arretierung im Slot hält. Eine Sicherung gegen alte 3,3V Karten gibt es leider nicht.

Zur guten alten Tradition gehört bei EPoX der sechste PCI-Slot, den man auch auf dem 8RDA+ wieder sein Eigen nennen darf. Auf zumeist unnütze Erweiterrungsslots (CNR, AMR) hat man hier zum Glück verzichtet. Bei der Bestückung sollte man jedoch unbedingt einen Blick auf die Verteilung der Interrupts werfen, um Komplikationen zu vermeiden. Durch den sechsten PCI-Slot kann es bei langen Grafikkarte zu Problemen beim RAM-Wechsel kommen. Mit etwas Vorsicht läßt sich jedoch selbst bei genutztem AGP-Port das Modul tauschen. Und wenn schon - man kann eben nicht alles haben :-)

Steckplätze
Steckplätze
Maßarbeit
Maßarbeit

Einen Raid Controller sucht man auf dem 8RDA+ leider vergebens und eine Variante mit einem solchen Feature ist vorerst auch nicht geplant. Wer sich also von dem schmucken "+" am Ende der Typenbezeichnung täuschen lassen hat, geht leer aus. Hier sollte EPoX endlich einen einheitlichen Weg einschlagen und nicht von Generation zu Generation mal den Zusatz Raid und mal ein anderes Feature mit diesem Anhang kennzeichnen. Während die beiden EIDE-Ports gut erreichbar am Platinenrand und in Nähe der Festplatten liegen, wurde der (zum Glück fast schon überflüssige) Floppy-Port am unteren Rande des Mainboards platziert und könnte in großen Gehäusen so für eine Überraschung mit zu kurzen Kabeln führen. Angesichts der Bedeutungslosigkeit des Diskettenlaufwerks nicht mehr als ein Schönheitsfehler.

EIDE Ports
EIDE Ports

Eher unverständlich ist für uns die Tatsache, dass man auch auf einen Serial ATA Controller verzichtet hat. Zwar ist das Angebot an entsprechenden Festplatten noch überschaubar und wird erst in den kommenden Monaten die breite Masse erreichen. Für ein Mainboard, das leistungsmäßig zum Non-Plus-Ultra gehört und somit noch länger seinen Dienst im PC verrichten wird, wäre das Feature für die Zukunftssicherheit der Platine jedoch angebracht gewesen.

Auch wenn das 8RDA+ die Deluxe-Variante MCP-T der nVidia "Southbridge" beherbergt, hat EPoX mit dem Realtek 8201BL nur einen LAN Kanal in die Tat umgesetzt. Das Feature FireWire (Realtek 8801B) findet jedoch ebenfalls verwendung und die Platzierung der Anschlüsse hinter den PCI-Slots gefällt uns wesentlich besser als die beim A7N8X. Auch hier kam ein gesockelter Bios Chip zum Einsatz.

Realtek Chip
Realtek Chip
Realtek Chip
Realtek Chip
FireWire Ports
FireWire Ports

Auch wenn die MCP-T die APU (Audio Processing Unit) in sich trägt und somit Dolby Digital 5.1 encodieren kann, hat EPoX aus Lizenzgründen (SoundStorm) dieses Features mangels digitalem Ausgang in der Grundversion nicht aktiviert. Wer diese Funktion nutzen möchte, muss den optionalen S/PDIF-Ausgang separat erwerben. Die Schnittstellenaufgabe übernimmt auch hier der Realtek ALC650.

Wieder mit von der Partie ist die P80P Debug Anzeige, die Fehler im Bootvorgang wesentlich eindeutiger darstellen kann, als es Beep-Codes bisher vermochten.

P80P Debug Card
P80P Debug Card
P80P Debug
P80P Debug

Die kleinere Ausstattung findet sich auch an den Boardanschlüssen wieder. Hier trifft man eher auf die übliche Kost.

Anschlussleiste
Anschlussleiste

Auf der nächsten Seite: Bios