2/4 Vantec NXP-101 und NXP-201 im Test : Steuerung für Lüfter und Co.

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Einbau und Betrieb

NXP-101

Der Einbau des NXP-101 geht schnell und einfach. Man sollte sich nur schon vorher Gedanken darüber machen, ob man die USB- und Firewire-Ports sowie die Temperatursensoren nutzen möchte und diese bereits vor dem Einbau an das NXP-101 anschließen, da es sich auf Grund der Kürze des Panels im eingebauten Zustand doch recht schwer bewerkstelligen lässt. Dabei sei angemerkt, dass man in jedem Fall den Temperatursensor für die CPU anschließen sollte, auch wenn man ihn nicht zwischen CPU und Kühlkörper klemmen möchte, da man sonst durch den Warnton des NXP-101 recht lautstark darauf aufmerksam gemacht wird, dass kein Wert ausgelesen werden kann.

Die Temperatursensoren lassen sich Dank ihrer langen Kabel überall im Gehäuse platzieren und Vantec liefert für die Befestigung kleine Klebestreifen mit. Der CPU Lüfter lässt sich mittels Molex-Stecker ebenfalls sehr einfach mit dem NXP-101 verbinden und zusätzlich kann die Lüfterdrehzahl über ein weiteres Kabel problemlos an das Mainboard weitergegeben werden, so dass auch hier keine Probleme auftreten und man auch unter Windows weiterhin die Lüfterdrehzahl überwachen kann.

NXP-101 - USB/Firewire
NXP-101 - USB/Firewire
NXP-101
NXP-101
NXP-101 - Display
NXP-101 - Display
NXP-101
NXP-101

Negativ fiel der eventuell etwas kurz geratene Stromanschluss auf, der ruhig etwas länger hätte sein dürfen. Eigentlich ist dabei vorgesehen, dass man das NXP-101 über einen normalen 4-poligen Festplatten-Stromanschluss mit Strom versorgt, jedoch wird dieser Adapter am NXP-101 selbst wieder auf einen Floppy-Stromanschluss umgewandelt, so dass man bei Belieben auch gleich zu diesem greifen kann. Bei unserem Modell war der Adapter jedoch festgeklebt, so dass man schon gezielt zu Werke gehen muss, um den Adapter aus der Apparatur zu entfernen. Dem NXP-101 liegt leider kein Y-Verlängerungskabel bei, so dass man einen Stromanschluss einbüßt. Für Kunden, die ohnehin schon ständig an Mangelerscheinungen in Sachen Stromanschlüssen leiden, sicher kein freudiger Umstand.

Die Wahl der Frontblende muss man nicht vor dem Einbau treffen. Hier kann man jederzeit zwischen den drei beiliegenden Blenden wählen und nach Lust und Laune wechseln, wann immer es beliebt. Das NXP-101 macht dabei auch ganz ohne Frontblende im klassischen Aluminium-Look eine gute Figur und passt so auch bei Aluminium-Gehäusen optisch ins Bild.

NXP-101
NXP-101
NXP-101 - Display
NXP-101 - Display
NXP-101
NXP-101
NXP-101 - Display
NXP-101 - Display

Das Display ist übersichtlich gestaltet, hat jedoch den Nachteil, dass es nur aus der senkrechten Sicht wirklich scharf zu lesen ist. Leicht von oben betrachtet, wie es meistens der Fall sein dürfte, wenn der PC auf dem Boden steht, kann man die Werte kaum ablesen und muss sich dementsprechend nach unten beugen. Wohl aus Platzgründen sind bei der Angabe über die Lüfterdrehzahl nur die ersten drei Stellen angegeben. Dieser Wert muss demnach mit 10 multipliziert werden, um die tatsächliche Lüfterdrehzahl zu erhalten.

Wenn wir schon beim Lüfter sind, wenden wir uns der Regelung des CPU-Lüfters zu, für den das NXP-101 vorgesehen ist. Die Regelung kann in einem Bereich von etwa 7 bis 12 Volt erfolgen. Dabei sei erwähnt, dass der Lüfter erst mit einer Verzögerung von knapp einer Sekunde auf Veränderungen am Pentiometer reagiert. Sicherlich kein tragischer Umstand, da man die Drehzahl seines CPU-Lüfters ohnehin nur selten und nicht unbedingt im Bruchteil einer Sekunde umstellen muss. Wenn man vom Office-Mode und langsamen Drehzahlen beispielsweise in den Vollast-Betrieb mit voller Drehzahl wechselt, spielt die Verzögerung wohl keine Rolle.

NXP-101
NXP-101
NXP-101 - Display
NXP-101 - Display
NXP-101
NXP-101
NXP-101 - Display
NXP-101 - Display

Etwas unglücklich ist die Verkabelung der USB- und des Firewire-Ports gelöst. Anstatt eine interne Verkabelung anzubieten, muss man die Kabel, die man am NXP-101 befestigt, an der Rückseite des PCs durch eine freie Slotblende nach außen führen und dort in einen gewöhnlichen USB/Firewire-Port stecken. Dies ist zwar die für den Kunden meistens die einfachste Lösung aber wohl nicht die beste. Viele Mainboard verfügen auf der Platine über weitere USB-Steckplätze, an welche die Kabel problemlos angeschlossen werden könnten. Ein entsprechender Adapter wäre wünschenswert gewesen. So dürften die Ports wohl vor allem bei Freunden eines Silent-PCs ungenutzt bleiben, da für diese eine offene Slotblende, über die Geräusche aus dem Inneren nach Außen gelangen könnten, ein Dorn im Auge ist.

An der Verarbeitung und dem Design des NXP-101 gibt es nichts zu bemängeln. Das englische Handbuch beschränkt sich auf die wesentlichen Punkte und erläutert diese vor allem bildlich. Mit acht Seiten ist es sicherlich nicht gerade umfangreich, reicht jedoch aus, da die meisten Funktionen und Anschlüsse selbsterklärend sind bzw. leicht durch Bilder erklärt werden können.

Beim Starten des PCs dreht der angeschlossene Lüfter übrigens zuerst mit vollen 12 Volt an, um zu verhindern, dass der Lüfter bei zu niedriger Spannung nicht anläuft. Nach etwa zwei Sekunden wird der Lüfter dann vom NXP-101 auf die eingestellte Drehzahl heruntergeregelt.

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